zerlegbare Reisepompfe

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SchwuppSchwupp
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Re: zerlegbare Reisepompfe

Beitrag von SchwuppSchwupp » Mo 19. Jan 2015, 16:25

Hi, Danke für den Tipp mit den Zeltstangen, und genauso für die Tipps mit den Befürchtungen! ich denke das werde ich versuchen. Allerdings nicht passgenau, sondern mit einem 16x12er GFK Rohr und einem 20x17er GFK. Die fehlenden 0,5 mm im Radius werden dann mit Silikon, Teflonband, Gaffa, o.ä. "aufgefüllt", so dass die Belastung am Rohrende auf einen längeren Bereich verteilt wird.

Zur Verriegelung
An das Ende des 16er Rohres wird eine Schraube geklebt. In das 20er Rohr wird eine Mutter geklebt, so dass das dünne in das dicke Rohr geschraubt werden kann. Allerdings sollte der Klebstoff irgendwie flexibel bleiben,
- Silikon wäre super, aber zumindest das Sanitärsilikon, das ich kenne ist zu dickflüssig um ca. 10-20 cm im Rohr drinnen zu operieren
- Epoxy ist evt zu hart, die Kraftübertragung soll ja am Ende des Rohres und nicht an der Verschraubung erfolgen
- Heisskleber ist wohl für die Mutter OK, für die Schraube zu instabil
-hmm

Zur Sicherung
Die Sache soll sich ja nicht aufdrehen, mir fallen gerade 2 Methoden ein
- "Krückensicherung" Durch beide Rohre ein Loch bohren, dann einen Stift durchstecken. Vom Prinzip her einfach und funktional, erzeugt aber eine Materialschwächung
- "Haken" In das 20er Rohr eine Kerbe schneiden. ein kurzes Stück 20er Rohr (Klipser) soweit auftrennen, dass man es mit etwas Kraft auf das 16er Rohr anklipsen kann. An einem Ende davon soviel Material abnehmen, dass ein Nippel entsteht, der in die Kerbe des langen 20er Rohres passt. Auf das 16er Rohr mit Epoxy den herausgetrennten Streifen vom Klipser kleben, so dass sich dieser nicht mehr verdrehen kann.
Die Hakenmethode scheint mir erfolgversprechend, habe aber noch nicht die Flexibilität des GFKs getestet.

Vielen, vielen Dank für alle Tipps, ohne diese wäre ich immer noch am Grübeln. Irgendwann im Februar wird es wohl die ersten Bastelergebnisse geben. Wenn sich jemand anders etwas ähnliches baut und zwei, drei Sätze dazu verlieren möchte, immer her damit :D

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Re: zerlegbare Reisepompfe

Beitrag von jonas2 » Mi 21. Jan 2015, 14:23

Ich denke das Aufdrehen ist das geringste Problem, kann man ja nach jeder Runde wieder zuschrauben.

Allerdings halte ich das mit der Mutter für eine schlechte Idee. Dadurch wird der kritische Bereich der Kraftübertragung ja noch kleiner (so groß wie die Mutter eben). Es sei denn du nutzt eine sehr lange Mutter, also 10cm+

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Re: zerlegbare Reisepompfe

Beitrag von Lemjok » Do 22. Jan 2015, 22:35

Das Nerdsportklischee wird in diesem Thread mal wieder voll bedient. Ich bin stolz auf euch.
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Re: zerlegbare Reisepompfe

Beitrag von SchwuppSchwupp » Mo 9. Feb 2015, 00:03

Da das Pompfenmaterial auf sich warten lässt habe ich schonmal ein paar Reste zusammengebaut. 17x20 mm Rohr in 12x16 mm Rohr. 3 Lagen Gaffa gleichen die 0,5 mm Differenz aus und übertragen die Radialkräfte. Allerdings lässt sich das Rohr nur schwergängig eindrehen. In der Endversion muss auf jeden Fall noch eine Art Stopper zur Übertragung der Axialkräfte angeklebt werden, ansonsten wird auch eine gut eingebaute Schraube irgendwann durchbrechen.
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Verbindung geschlossen
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Skizze
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Re: zerlegbare Reisepompfe

Beitrag von JÄNS » Mo 9. Feb 2015, 08:14

:klatschen: schnell Juggern und Belastungstests unterziehen!
Hauptproblem könnte sein: das Innenrohr ist relativ elastisch, das Außernrohr relativ steif, sprich wenn das Innenrohr sich bei Belastung so weit biegt, dass es Kräfte auf eine Seite des Außenrohrs überträgt kann es dabei zum Bruch des Außenrohrs kommen.
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Re: zerlegbare Reisepompfe

Beitrag von SchwuppSchwupp » So 21. Feb 2016, 23:06

Reisepompfe 1.0 (Stab/LP).
Wer sich an Ideen bedienen möchte, gerne.

Skizze:
Bild

Einzelteile:
Bild

Die Kraftübertragng läuft über die grünen Tape-Stellen, Kanten der Rohre sind abgeschliffen.
Die Schraube ist so lang, dass sie ein wenig Spiel haben kann und nur verhindert, dass die beiden Teile auseinanderfallen. Beim Verwenden des Epoxidharzes ist es von gigantisch grossem Vorteil die Teile anzuschleifen, das hält dann deutlich besser.
Beim Einkleben der Muttern habe ich ein wenig Isomatte ins Rohr gesteckt, 3 Stück angeschliffene Muttern auf die Schraube gesetzt, einen Trichter aus Papier auf die Schraube gesetzt, so dasssie beim Zusammenstecken automatisch ihr Ziel findet und zuletzt das Loch mit Epoxidharz gefüllt, die Schraube dann eingeölt und zuletzt eingesetzt und 3Tage aushärten lassen.
Danach kamen die Schrauben an die Reihe- und hier wird es tricky... der Kleber muss ja 20 cm ins Rohr hinab ohne die Wände zu berühren.
Habe dazu wieder Isomatte hineingestopft, die angeschliffene Schraube in die schon eingeklebten Muttern geschraubt und ein Stück Isomatte in die entsprechende Tiefe befördert. Danach mit einen Standardtrinkhalm (6mm) und einem Papiertrichter das Harz in die Tiefe befördert. Damit dieser Trinkhalm beim herausziehen nicht die Wand berührt war er von einem etwas kürzeren Papierröllchen umgeben. Das dünnere Kernrohr wurde eingefettet, falls doch etwas Harz an der Wand gelandet sein sollte.
Zuletzt geändert von SchwuppSchwupp am So 21. Feb 2016, 23:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: zerlegbare Reisepompfe

Beitrag von SchwuppSchwupp » So 21. Feb 2016, 23:14

Wer die Möglichkeit hat, einen M16 Gewindeschneider - und Bohrer zu besorgen kann auch das 16/12 er Rohr mit Epoxidharz vergrössern und ein Gewinde einschneiden, bzw. das 17/20er Rohr an der entsprechenden Stelle ausgiessen und dein Gewinde einbohren, diese Methode ist wahrscheinlich deutlich leichter.

Leider hatte ich ̶d̶̶a̶̶z̶̶u̶̶ ̶̶k̶̶e̶̶i̶̶n̶̶e̶̶ ̶̶m̶̶ö̶̶g̶̶l̶̶i̶̶c̶̶h̶̶k̶̶e̶̶i̶̶t̶ keinen Bock dem Schlosser/Schreiner/Handwerker zu erklären was Jugger ist.


2-Komponentenkleber sind soweit ich weiss meist Additionsvernetzende und durch tempern (einige Stunden bei hohen Temperaturen aushärten lassen) erhöht sich die Stabilität. Wer also eine Sauna im Keller hat kann dort das Nerdsportklischee pflegen :hula: Allerdings: soweit ich weiss = glauben = nicht wissen!
Zuletzt geändert von SchwuppSchwupp am Mo 22. Feb 2016, 20:30, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: zerlegbare Reisepompfe

Beitrag von JBoettger » Mo 22. Feb 2016, 14:56

SchwuppSchwupp hat geschrieben: wer hat denn schon Erfahrungen mit einem Q-Tipp als Fluggepäck, speziell bei Billigfluglinien? Lohnt es sich eine "Reisepompfe" zu bauen?
Als wir 2014 in Irland waren, sind wir mit Aer Lingus geflogen. Dort konnte man ohne Aufpreis eine Skitasche statt eines normalen Koffers mitnehmen. Mein Stab darin hat niemanden am Flughafen gestört und Platz für einen Q-Tip wäre wohl auch gewesen. Wie das bei anderen Airlines aussieht weiß ich aber auch nicht. Da hört man ja immer viel von recht restriktiven Gepäckregelungen.
Zuletzt geändert von JBoettger am Mo 22. Feb 2016, 17:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: zerlegbare Reisepompfe

Beitrag von Pukinn » Mo 22. Feb 2016, 16:27

Ich würde nicht sagen, dass Billigfluglinien da prinzipiell schlechter sind... Wir sind mit Lufthansa nach Irland geflogen. Da hab ich vorher mal angerufen und die haben mit mitgeteilt, dass die Sonderregelungen nur explizit für Ski, Surfbretter, Golfschläger etc. gelten. Wenn also ne Pompfe in dem Skisack ist, müsste man für Sperrgepäck zahlen, was dann 140€ oder so einfach gekostet hätte... Wir habens dann per Spedition geschickt.

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Re: zerlegbare Reisepompfe

Beitrag von SchwuppSchwupp » Mo 22. Feb 2016, 20:39

Hmm, wie steht es damit das "explizit" auf die gute Seite der Macht (nämlich unsere) zu holen?
Ich denke da konkret an die explizite Anmeldung von "Sportgeräten in Skitasche" (irgendwie Ski/Surf/bla Ausrüstung in die Gedanken des Sachbearbeiters implementieren :twisted: ohne es zu sagen), und zwar per Mail so dass man's später schriftlich hat. Wenn es abgelehnt wird kann ja der nächste eine Tasche mit Paddeln fürs Stand-up-Surfing mitnehmen :pfeifen: , bei Golfausrüstung wiederum wird's schwieriger :hmm: ...
Ich selbst habe keine Erfahrung damit.

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