Spanische Pompfen: Bauweise

Bauweisen, Links, Erfahrung und Diskussion. Bitte keine Regeldiskussion hier, derlei gehört in das Regelboard.
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Ludwig
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Spanische Pompfen: Bauweise

Beitrag von Ludwig » Fr 25. Mär 2016, 15:04

Hey ihr,
da unsere Finanzierung demnächst wahrscheinlich gesichert sein wird, kam bei uns im Team die Idee auf,
es mal mit Pompfen nach Spanischer Bauart zu versuchen.

Ich kenne die Diskussionen die bereits hier geführt wurden. (Vorwurf: leichte Pompfe = Qualität der Zweikämpfe geht verloren)
Darum bitte ich euch, dieses Thema hier nicht nochmal zu bearbeiten.

Es wäre schön, wenn ihr folgende Fragen beantworten könntet:
- Bauweise: Gibt es Bauanleitungen, die ähnlich ausführlich wie die des Pompfenshops sind?
Welche Materialen werden genau verwendet (Shoplinks wären schön)?

Ferner interessiert mich (bitte nicht den Schwerpunkt hierauf setzen):
- Pompfentest: Würdet ihr spanische Pompfen akzeptieren?
(Annahme: Die Rohriso entspricht der vorgeschriebenen Dicke des aktuellen deutschen Regelwerks)

Die folgenden zwei Bauanleitungen zeigen in etwa, was ich mir unter spanischen Pompfen vorstelle:
Für den Q-tip: https://www.youtube.com/watch?v=ux2xNNIbbHg
..und für die Langpompfe: https://www.youtube.com/watch?v=jI_lZgG ... e=youtu.be
Zusammengefasst: Leicht gebaut, wenig bis kaum Klebeband, Bambuskern und anstatt Rohriso wurden Schwimmnudeln verwendet
Zuletzt geändert von Ludwig am Fr 25. Mär 2016, 15:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spanische Pompfen: Bauweise

Beitrag von Wuzimu » Fr 25. Mär 2016, 15:19

Also, so wie ich es in Madrid gesehen hab': Spanische Pompfen sind hauptsächlich billig und gehen zum Teil nicht konform mit dem, was wir als sicher beschreiben.

Z.B. ist eine Langpompfe eine Poolnudel, wo du einen Bambusstock reinrammst, ein bisschen Tape, damit das nicht verrutscht. Fertig.

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Re: Spanische Pompfen: Bauweise

Beitrag von Pukinn » Fr 25. Mär 2016, 16:04

Bei dem was ich in diesem Video sehe und auch was ich bisher an spanischen Pompfen gesehen habe muss ich Wuzimu zustimmen:

Diese Bauweise ist zwar ultraleicht und sehr billig, aber eben auch eine Wegwerfpompfe. Die wird euch kaum eine Saison halten, da sich laut verschiedenen Aussagen die Poolnudeln schnell kaputt schlagen und ihre polsternde Wirkung so verlieren.
Bei den nicht vorhandenen Stechspitzen dürften sie bei den meisten Pompfenchecks in Deutschland von Anfang an durch den Check fliegen.

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Re: Spanische Pompfen: Bauweise

Beitrag von JÄNS » Sa 26. Mär 2016, 06:10

Ludwig hat geschrieben:Vorwurf: leichte Pompfe = Qualität der Zweikämpfe geht verloren
Das finde ich nicht, leichte Pompfen steigern mMn die Qualität der Zweikämpfe.

Sollte was auch immer du unter "spanische Pompfe" verstehst regelkonform sein, sehe ich keinen Grund warum man euch damit nicht spielen lassen sollte.
Meine Pompfe ist wichtiger als Lemjoks Pompfe.

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Re: Spanische Pompfen: Bauweise

Beitrag von Tim » Sa 26. Mär 2016, 11:13

Ich baue und spiele nun seit ungefähr einem dreiviertel Jahr mit Pompfen spanischer Bauart und mache damit sehr gute Erfahrungen.

Hier mal die wichtigsten Sachen, die mir dazu einfallen:

- Der Kern ist aus Bambus und entgegen der allgemeinen Annahme, dass Bambus schnell bricht, ist mir, seit ich selbst mit Bambuspompfen spiele, nur eine einzige gebrochen. Und ich spiele mit dieser Pompfe genau so, wie ich vorher mit GFK-Rohr gespielt habe. Nur schneller und besser :D ;) Unsere Stabspieler gehen mit diesen Pompfen auch in Druckduelle, da passiert im Normalfall auch nix.
Wichtig ist, dass der Bambusstab eine gute Qualität hat. Sprich: möglichst gerade, wenige und schöne Wuchsringe, keine morschen Stellen, keine Astlöcher. Achtet außerdem darauf, dass der Bambus dick genug ist. Da ohne doppelseitiges Klebeband gebaut wird, sollte er dicker sein als der Innendurchmesser des Loches in der Poolnudel, in das er dann am Ende reingesteckt werden soll. Damit alles schön hält.
Ich kaufe Bambusstäbe bei OBI in der Gartenabteilung, werde aber vermutlich demnächst auf irgendein Gartencenter umsatteln, da die Qualität dort etwas besser sein dürfte.
- Die Ummantelung ist aus Poolnudel. Die bekommt man in den Sommermonaten bei Woolworth (bspw.), dort hat sie auch schon ein vorgestanztes Loch in der Mitte, das einen ziemlich idealen Innendurchmesser hat. Falls ihr keinen Wollworth bei euch in der Nähe habt, habe ich für unsere letzte Bauaktion hier bestellt: http://www.ebay.de/itm/Schwimmhilfe-Poo ... XmY6g7p4Hg Die Poolnudeln waren auch optimal geeignet, der Versand dauert allerdings eine Weile, da die Dinger aus Fernost kommen. Die Poolnudeln werden dann als Schlagflächen auf den Bambusstab geschoben. Ob euer Bambus die richtige Dicke hat, erkennt ihr daran, wie schwer es geht, die Poolnudel auf den Bambus zu schieben. Wenn ihr etwas ins Schwitzen kommt, ist alles richtig ;)
- Klebeband: Um nochmal ein bisschen Gewicht und Geld zu sparen, werden die Schlagflächen anstatt mit Gewebeband mit breitem Tesafilm beklebt. Allerdings solltet ihr an Schwachstellen der Pompfe (Stechspitzen und andere Pompfenenden, Übergänge Griff --> Schlagfläche und Schlagfläche --> Stechspitze, Griffenden bei Langpompfe und Stab) auf das altbewährte Panzertape von Tesa zurückgreifen, da Tesafilm an diesen Stellen nicht genug Halt gibt.
- Es empfieht sich, Griffpolsterung zu verwenden. Zum Einen, da ihr lt. Regelwerk ohnehin nirgendwo Bambus freiliegend haben dürft, zum Anderen, weil die Wuchsringe am Griff echt nervig sein können. Ich verwende immer den Noma-Kaltwasserschutzschlauch. Gibt es bei Obi.

Fazit: Bambuspompfen sind leicht, preiswert herzustellen und gut zu reparieren. Denn dadurch, dass kaum doppelseitiges Klebeband verwendet wird, lassen sich kaputte Pompfenteile gut ersetzen, ohne dass der Rest der Pompfe gleich auf den Müll muss. Man muss allerdings wirklich gründlich und akurat bauen, da sie sonst sehr schnell kaputt gehen. Vor allem den oben genannten Übergängen sollte man viel Aufmerksamkeit schenken, weil sich sonst andauernd die Schlagflächen verabschieden. Und KEIN Billig-Gewebeband verwenden für diese Übergänge, sonst kann man es auch gleich sein lassen ;) Und es passiert natürlich auch mal, dass der Bambus bricht, da hatte ich bisher vermutlich einfach Glück. Aber wie gesagt, wenn man nicht jeden Schrott kauft, halten die Pompfen ne Weile.
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Re: Spanische Pompfen: Bauweise

Beitrag von Pukinn » Sa 26. Mär 2016, 11:48

Baut ihr dann herkömmliche "deutsche" Stechspitzen drauf (Mit extra Schaumstoff und Manschette)?
Wie lange hält denn die Poolnudel eurer Erfahrung nach? - ich glaube die Iren waren es, die gesagt haben das Poolnudel-Zeug drückt sich schnell zusammen.
Wie leicht ist denn dann eine so gebaute Pompfe? (Am liebsten Q-Tip, dann hätt ich nen Vergleich ;) )

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Re: Spanische Pompfen: Bauweise

Beitrag von crossingwalls » Sa 26. Mär 2016, 13:31

stechspitze muss drauf. ist ja im regelwerk so vorgesehen. falls du eine extrem faule person bist, kannst du dir dafür entsprechend poolnudelkonnektoren (diese verbinden - wie der name schon sagt - Poolnudeln miteinander) kaufen - die lassen sich auf jeden handelsübliche poolnudel draufziehen und es gibt sie bspw. im Müller.

die materialermüdung ist halt da und die dinger spielen sich bei regem gebrauch (wenn du 3 mal die woche trainierst, ist das ding nach 4 monaten durch und du kannst überlegen, die schlagfläche zu wechseln - dieser wechsel geht allerdings extrem schnell und einfach von statten, solange du nicht verklebt, sondern nur gesteckt hast).

Die Frage die man sich stellen muss ist irgendwie, ob einem Arbeit an der Pompfe und damit einhergehende Leichtigkeit wichtiger ist, als eine vermutete längere Haltbarkeit durch das Verkleben mit Gaffa. Diese ist in meinen Augen aber nur eine hypothetische (gemessen am Arbeitsaufwand), da du auch an einer Gaffapompfe dauernd irgendwas flicken musst.

Um dir ein Beispiel zu geben, was den Gewichtsfaktor angeht: Gebaut mit einem GFK-Rohr und Poolnudel etc. - sprich bereits leicht - schaffe ich einen Stab in der 500 Gramm Gegend (das schwankt natürlich). Diese hat sich für mich aber als eine Art magische Grenze herausgestellt, die nur sehr schwer zu überwinden ist.
Bei einem Bambuskern komme ich hier schon wesentlich leichter in Richtung von ~350 Gramm weg.
Wenn du einen Qtip mit Bambus baust, wovon ich per se aufgrund der Schwungmasse der Schlagflächen bei den typischen qtip Bewegungen und der damit einhergehenden größeren Belastung auf den Kern, immer abraten würde, musst du darauf achten, dass dieser möglichst leicht wird (um eben die Schwungmasse an den Enden zu verringern).

HINWEIS: Bambus ist nicht für jeden Spieler und nicht für jede Spielweise etwas. Ebenso muss man häufig ein bisschen experimentieren, da in meinen Augen die Devise gilt "Weniger ist mehr", sprich: je mehr du an Gewicht draufpackst, desto eher bricht deine Pompfe. Für Qtip würde ich dir den wesentlich teureren, aber im Kern ähnlich leichten CFK-Stab ans Herz legen.

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Re: Spanische Pompfen: Bauweise

Beitrag von jonas2 » Sa 26. Mär 2016, 18:43

Bei Müller gibt es auch Poolnudeln, Preis war glaube ich 2€/1,60m

Wir haben mittlerweile einige Bambuspompfen im Einsatz die grob nach unserer Anleitung (http://tackletiger.de/sonstiges.html) gebaut wurden. Haltbarkeitsangabe von crossingwalls kann ich bestätigen. Ist aber kein Problem, dann tauscht man halt 4x pro Jahr alles bis auf Bambus aus, Kostenpunkt unter 5€ pro Operation.

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Re: Spanische Pompfen: Bauweise

Beitrag von Tim » Mi 6. Apr 2016, 15:09

jonas2 hat geschrieben:Bei Müller gibt es auch Poolnudeln, Preis war glaube ich 2€/1,60m

Wir haben mittlerweile einige Bambuspompfen im Einsatz die grob nach unserer Anleitung (http://tackletiger.de/sonstiges.html) gebaut wurden. Haltbarkeitsangabe von crossingwalls kann ich bestätigen. Ist aber kein Problem, dann tauscht man halt 4x pro Jahr alles bis auf Bambus aus, Kostenpunkt unter 5€ pro Operation.
Richtig. Der Vorteil an diesen Pompfen ist, dass sie sich sehr leicht reparieren lassen. Umgekehrt geht das nämlich auch - geht der Bambus doch mal kaputt, zieht man die Polsterung einfach ab und benutzt sie auf einem neuen Bambus weiter :ja:
Entgegen der Erfahrung von crossingwalls mache ich mit Bambus-Q-Tips sehr gute Erfahrungen. Das muss aber, wie schon richtig gesagt, jeder für sich selbst entscheiden. Manch einer schätzt es ja vielleicht auch, wenn die Pompfe ein gewisses Eigengewicht hat. Für so jemanden sind Bambuspompfen dann nix.

@Pukinn: Mein aktueller Q-Tip (Poolnudel und Bambus, Tape an den Stechspitzen und an den Übergängen Griff --> Schlagfläche, sonst mit Tesafilm geklebt) wiegt 427 Gramm. Wenn man den Deko-Schnulli, den ich dran habe, noch abmachen würde, könnte man die 27 Gramm vielleicht auch noch einsparen.
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Re: Spanische Pompfen: Bauweise

Beitrag von Raymond » Do 7. Apr 2016, 16:04

@Tim
Klebst Du den Bambus nochmal ab, bevor Du den in die Poolnoodel quetschst?
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