Was ist mit den Pompfen erlaubt?

Diskussionen um das Regelwerk
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Zifnab
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Re: Was ist mit den Pompfen erlaubt?

Beitrag von Zifnab » Mo 10. Dez 2012, 13:34

Ähm... man kann eben NICHT sagen, dass es nicht definiert wäre. Die Regel beschreibt keinerlei Ausnahme. Alle zweihändigen Pompfen sind nach derzeitigen Regeln jederzeit mit beiden Händen zu führen. Punkt, Ende, Aus. Da ist nichts Undeutliches dran. Dass jemand das doof oder unpraktikabel findet, ändert nichts am Wortlaut und der Bedeutung der derzeit formulierten Regel.

Es gab früher immer ein Gentleman-Agreement, dass das für das Anlaufen nicht gefordert wird. Und man kann sicher darüber diskutieren, ob die Regel denn so gewollt ist. Aber die deutsche Sprache ist eindeutig und die Formulierung in der Regel ist es auch.

Lediglich die Undeutlichkeit ist vorhanden, dass nur dem Stabspieler vorgeschrieben wird, die Hände auch tatsächlich an den Griffflächen und nirgendwo sonst zu haben, während Q-Tipp und Langpompfe einfach nur irgendwie beidhändig führen müssen.
Ich bin der Meister der Verwirrtheit, der Überbringer des Chaos.
... ach ja, und Kettenmann, wenn es sich denn ergibt

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Re: Was ist mit den Pompfen erlaubt?

Beitrag von Becko » Mo 10. Dez 2012, 14:10

Pukinn hat geschrieben: Wir spielen so, dass Treffer natürlich nur zählen wenn die Pompfe richtig geführt wird und Blocks auch einhändig erlaubt sind. Allerdings darf die Pompfe nie an der Polsterung angefasst werden, auch nicht zum blocken. So finde ich es auch Praktikabel.
(perönliche) Beobachtung:
Lübeck trainiert so seit Jahren. Viele andere Städte die ich kenne auch.
Auf allen Turnieren wird es auch so gespielt (aus Gründen, die zb auch Linus schon genannt hat)
Es hat sich als gut und spielbar bewährt

Problem:
Wortklauberei...

Das Regelwerk ist nicht in Stein gemeißelt und auch nicht perfekt... (aber gut :ja: )
Also wenn irgendwo eine Formulierung nicht perfekt ist, dann hängt euch nicht daran auf, sondern kümmert euch drum, dass es geändert wird.

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Re: Was ist mit den Pompfen erlaubt?

Beitrag von Lunever » Mo 10. Dez 2012, 16:10

Zifnab: Du hast natürlich recht, daß es derzeit genauso ist, wie von Dir angeführt - aber abgesehen davon, daß man die Pompfe so eigentlich nicht einhändig tragen darf - was ist denn dann bei einem wie auch immer versehentlichen einhändigen Block? Soll man dann als getroffen runtergehen, weil der Block ungültig war (wäre der Umkehrschluß von nicht gültigen weiul einhändigen Treffern)? Insofern wäre ich da schon für eine noch klarere und einfachere Regelung in Zukunft.

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Re: Was ist mit den Pompfen erlaubt?

Beitrag von Guardian » Mi 12. Dez 2012, 10:36

Also übergreifend an alle Zweihänder anfügen:
"Beim Angriff, Pinnen oder Blocken sind die Pompfen ausschließlich an deren Griffflächen zu führen"
Beim Stab eben mit dem Zusatz der beiden Griffflächen...

Oder als Begriffserklärung am Anfang:
"Pompfe führen: Die Pompfe zu bewegen oder zu halten, sodass ein Effekt erzielt werden soll (Angriff, Pin, Block, usw)"

So sind dann auch die "Anlauf-Probleme" außen vor... :-P
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Re: Was ist mit den Pompfen erlaubt?

Beitrag von BigBoehme » Mi 12. Dez 2012, 11:01

aber nicht die einhändig block probleme...
das sollte legalisiert werden. begründung siehe linus, becko.
wir trainieren sogar extra einhändig blocken im aufstehen. oO

lg. der böhme

p.s.: bitte lasst die larp-sachen bei erklärungen weg.

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Re: Was ist mit den Pompfen erlaubt?

Beitrag von Ein Uhu » Mi 12. Dez 2012, 11:46

Kurz aus dem Off: Wie wär's kurz und knackig mit

"Bei beidhändigen Pompfen müssen beide Hände an den Grifflächen liegen, damit ein Treffer Gültigkeit hat. Das Greifen an einer Schlagfläche ist zu keiner Zeit (oder alternativ: "ansonsten") erlaubt."


Vielerorts wird ja mit einhändigem Anlaufen und mancherorts mit einhändigem Blocken gespielt, was regeltechnisch auch knapper und einfacher zu handhaben (=weniger zu beachten, weniger zu schietzen) ist. Gefällt mir zudem auch spieldynamisch persönlich bessser.
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Re: Was ist mit den Pompfen erlaubt?

Beitrag von Guardian » Mi 12. Dez 2012, 11:58

@ Boehme... stimmt! Da isses die Frage, wie es denn nun gewünscht ist...
Ein Uhu hat geschrieben:Gefällt mir zudem auch spieldynamisch persönlich bessser.
Spieldynamisch find ichs auch besser.
Ich hatte mir das auch ne Zeit lang angewöhnt.
Aber regeltechnisch seh ichs "halb"-kritisch... Was das Schiedsen angeht, so wäre es einfacher zu erkennen, wenn "Falls nicht beidhändig, dann falsch", anstatt da wieder zwischen Situationen zu unterscheiden...
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Re: Was ist mit den Pompfen erlaubt?

Beitrag von Ein Uhu » Mi 12. Dez 2012, 12:11

Eh ich wieder off bin ...
Guardian hat geschrieben:so wäre es einfacher zu erkennen, wenn "Falls nicht beidhändig, dann falsch", anstatt da wieder zwischen Situationen zu unterscheiden...
... zeitigt aber neue Fragen: Einhändiger Block=Treffer? Aber das war nur Hand? Ich könnte mir vorstellen, daß hier weniger Beschränkungen (=blocken egal mit wievielen Händen) gerade die Sache vereinfachen, und es hat auch bislang niemand auf beidhändiges Blocken geachtet (oder?), es würde also nur die Praxis beibehalten.
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Re: Was ist mit den Pompfen erlaubt?

Beitrag von Naaku » Mi 12. Dez 2012, 12:22

Ich finde Uhus Formulierung sehr gut, denn sie ist eindeutig und berücksichtigt denke ich alles wofür die Regel gedacht war.
Die einzige Sache die mir hier noch nicht klar ist ist bei der Formulierung " Das Greifen an einer Schlagfläche ist zu keiner Zeit (oder alternativ: "ansonsten") erlaubt." Ist die Polsterung am Ende vom Stab bzw die Blockfläche am Stab dann auch ausgeschlossen? Die meisten spielen dies ja aussschließlich als Blockfläche und zählen sie deshalb gar nicht als Schlagfläche...
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Re: Was ist mit den Pompfen erlaubt?

Beitrag von {Peter} » Mi 12. Dez 2012, 13:21

Ein Uhu hat geschrieben:es würde also nur die Praxis beibehalten.
Sehe ich ähnlich.

Solche Diskussionen was denn nun ist, wenn jemand einhändig blockt sollte man sich sparen. (Nur weil es eventuell kein "regelkonformer Block" war, heißt das ja noch lange nicht, dass im Umkehrschluss ein "regelkonformer Treffer" passierte,.. blabla.. sowas brauchen wir nicht ;) )

Es ist auch z.T. Trainingspraxis und (durch die Berliner Aufstehregel) auch eine Alternative zum erneuten Doppeln nach dem Abknien (Pompfe zum blocken nutzen mit der Hand die eh schon drann ist und sich erstmal 1-2 Schritte zurückziehen), die man nicht erschweren sollte [ich sehe ja auch in dem Versuch sich zu verteidigen, also Schaden von sich abzuwenden, nichts schlimmes].

Die Überlegung des "allgemeinen Vorteils" sehe ich in der Praxis nicht. Wer es z.b. schafft einhändig eine Kette in der richtigen Situation zu fangen, der soll das eben machen. Es erfordert ebenfalls Timing und gutes Training. Und das Q-Tibs darüber einen Vorteil (gegen die Kette) erhalten glaube ich nicht.
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