Offener Brief an die “Wehrwölfe”

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Philipp3
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Re: Offener Brief an die “Wehrwölfe”

Beitrag von Philipp3 » Do 7. Sep 2017, 19:02

Der Begriff "Wehrwölfe" wird von rechten Gruppierungen genutzt. Und durch die besondere Schreibweise ist es eindeutig.

Echt schade um das schöne Wortspiel, aber der Name geht nicht

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Simba
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Re: Offener Brief an die “Wehrwölfe”

Beitrag von Simba » Do 7. Sep 2017, 23:32

Dass wir darüber überhaupt erst diskutieren müssen....ein solcher Name geht absolut nicht. :nein:
Der Vergleich zu Namen wie Trollfaust oder Rigor Mortis hinkt da meiner Meinung nach auch. Fantasybenennung ist sicherlich diskussionswürdig, aber einfach noch ein ganz anderes Level.
"Just click on options!!!"

chaos
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Re: Offener Brief an die “Wehrwölfe”

Beitrag von chaos » Fr 8. Sep 2017, 11:21

Es ist egal ob man Soldat ist oder nicht, wenn mann in Verfassungsfeindlichen Vereinigungen rumdümpelt wird man Strafrechtlich verfolgt und kann deswegen seinen Job verlieren ;). Und das die Bundeswehr mit alter Nazisymbolik so ihre Probleme hat, haben ja nu auch die letzten Monate gezeigt.
@Linus Das nu mit den Moslems zu vergleichen passt nicht ganz, da sich nicht alle Bayern oder Deutschen davon distanzieren sollen sondern nur die ,Achtung Wortspiel, "Wehrsportgruppe".
Das man mit jemandem Bier trinken kann ist jetzt ein beweis dafür dass dieser Mensch ein guter ist :D. Sorry aber ich glaube das ist nicht wirklich ein Kriterium für sowas...

edit: distanzieren eingefügt

edit2: ich werfe nicht allen vor immer gleich Nazis zu sein, nur ein wenig mehr sensibilität bei manchen dingen wäre schon mal ein anfang.
edit3: es gibt aber auch genug leute die sagen sie sind keine Nazis aber... neigen aber klar zu rassistischen und natinalistischen gehabe.

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Re: Offener Brief an die “Wehrwölfe”

Beitrag von Rollin' Uhu » Fr 8. Sep 2017, 11:34

Seid ihr auf der DM aka Catch the Fish? Dann packt das Thema wirklich doch mal live und in Farbe vor Ort und bei dem jeweiligen Getränk und Grillgut der Wahl an. Forendiskussionen alleine neigen dazu, sich im Kreise zu drehen.

Was das Thema betrifft: Vorbelastete Begriffe sind sehr problematisch. Wer dies tut, steht unter Rechtfertigungszwang, will er oder sie nicht in die Schublade der jeweiligen Vorbelastung gesteckt werden. Es kann von den Begriffsanwendern nicht davon ausgegangen werden, dass eine beabsichtigte Umwertung bzw. Neutralisierung auch wahrgenommen wird; und selbst wenn, so kann sie als Verharmlosung ausgelegt bzw. eine solche befürchtet werden. Wenn solcherlei Begriffe verwendet werden, dann besser mit großer Umsicht. Die TAZ hatte/hat einen "Blogwart". Der betreffende Redakteur begründete das auf meine Nachfrage hin damit, "[die Begriffsverwendung sei] an die alte "Sponti"-Tradition angelehnt, alte Begriffe neu zu besetzen."
Der Uhu im Popcornmodus, ohne Moderatorenschnickschnack. Oder wenn ihm der Kragen platzt.

MskWolf
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Re: Offener Brief an die “Wehrwölfe”

Beitrag von MskWolf » Sa 9. Sep 2017, 17:53

Die Stellungnahme des Neubiberger Juggerteams unter folgendem Link:
viewtopic.php?f=187&t=7330

Ich bitte allerdings die Diskussion hier weiterzuführen.

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Re: Offener Brief an die “Wehrwölfe”

Beitrag von Schiriki » Mo 11. Sep 2017, 09:39

Vielen Dank ersteinmal für die Stellungsnahme. Mein Wissen ist mir zu Lückenhaft, um die Schreibweise des Namens zu kommentieren, diesen Teil überlasse ich lieber jenen, die sich damit beschäftigt haben und ein fundierteres Wissen im Geschichtsbereich aufweisen als ich.

Was ich sehr wohlwollend gelesen habe ist die Distanzierung von nicht nur Rechtsextremismus, sondern jeglichen Extremismus. Dafür ein großes Lob von mir. Meine Bauchschmerzen was den Namen angeht sind zwar nicht verschwunden, aber ich kann mit diesen Kompromiss zumindest besser um, als eine Beibehaltung des Namens ohne diese. Es haben ja viele schon angemerkt das euch niemand vorschreiben kann, euren Namen zu ändern. Daher ist das ein guter Schritt.

Was ich persönlich aus dieser Diskussion mitnehme sind zwei Dinge: Zum einen, dass auch bei einem solchen Thema eine grundlegende, friedliche und konstruktive Debatte möglich ist. Das ist nicht selbstverständlich und ich möchte dafür allen beteiligten danken. Auf der anderen Seite denke ich, dass wir als Gemeinschaft eine Umgangsweise mit Extremistischen Gedankengut jeder Art finden sollten. Es sind dort einige Fragen aufgekommen im Zuge dieser Diskussion (Ob und welche Begrifflichkeiten zum Beispiel positiv besetzt werden könnten, wie wir damit umgehen wenn dies trotzdem getan wird etc.). Diese sollte dafür in einem eigenen Thema stattfinden. Vielleicht hat da ja jemand Lust ein geeignetes Startposting zu verfassen, damit dies nicht diesen Thread vereinnahmt.

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Statler
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Re: Offener Brief an die “Wehrwölfe”

Beitrag von Statler » Mi 13. Sep 2017, 12:35

Hi,
Der Teamname, zudem er von aktiven BWlern vergegeben wurde, ist missverständlich und mindestens ziemlich unsensibel (Und da geht es nicht um "geprüfte" Legalität, sondern um "sich nicht klar distanzieren"). Erst recht nach jüngsten Vorkommnissen in der BW. Ich würde euch bitten ihn zu ändern. Das würde eure schriftliche Distanzierung glaubhaft machen, die ja schließlich nicht jeder kennen kann, dem ihr zukünftig in der Juggerwelt über den Weg laufen werdet.
Erinnert mich ein wenig an die "Terzios"-Diskussion.

GvdW: Was bedeutet denn dein Name? Nur aus Neugier.

Grüße
Hahn
###hobbitz###
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henemil
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Re: Offener Brief an die “Wehrwölfe”

Beitrag von henemil » So 17. Sep 2017, 10:46

Hi,
danke für eure Antwort.
Ich würde mich über eine Namensänderung freuen.

JÄNS
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Re: Offener Brief an die “Wehrwölfe”

Beitrag von JÄNS » Mo 18. Sep 2017, 01:13

Liebe Jugger aus Neubiberg

Danke für eure Antwort.

Mit dem offenen Brief wollte ich euch auf keinen Fall Rechtsextremismus unterstellen sondern lediglich von einer Namensänderung überzeugen, da “Wehrwölfe” ein eindeutig rechtsextrem und nationalsozialistisch besetzter Begriff ist. Dieses Problem besteht nach wie vor. Ein Name der bisher ausschließlich von verschiedensten rechtsextremen bis faschistischen Organisationen genutzt wird und wurde (also Feinden der
GvdW hat geschrieben:
Di 5. Sep 2017, 14:58
freiheitlich demokratischen Grundordnung
) kann mMn nicht durch ein Juggerteam mit einer Reichweite von maximal 1000 Personen positiv besetzt oder rehabilitiert werden.
Daher “bestehe” (wenn ihr das so ausdrücken wollt) ich weiterhin auf einen Namenswechsel.

Ebenso “besteht” das Team Bob Jugger auf einen Namenswechsel, dabei hebe ich nochmal hervor, dass euch niemand für Nazis hält aber der Name aus genannten Gründen nicht begrüßt wird.

MskWolf hat geschrieben:
Sa 9. Sep 2017, 17:45
Überlegungen zur Namensgebung:
[...]Deshalb sollte der zusätzliche Buchstabe "H" neben dem Wortspiel auch der Abgrenzung zu dieser Partisanenbewegung dienen.
Nachdem ihr jetzt wisst, dass die Partisanenbewegung durchaus auch mit h geschrieben auftauchte und die Wortherkunft auf der genannten NS-Pflichtlektüre und dem genannten Wehrverband basiert, habt ihr jetzt die Gelegenheit euch wirklich von den Freischärlern abzugrenzen.


MskWolf hat geschrieben:
Sa 9. Sep 2017, 17:45
Sollte [...] eine Mehrheit der deutschen Juggercommunity auf eine Änderung des Namens bestehen, wird sich die Neubiberger Juggergruppe dessen beugen.
[...]
Wie wollt ihr das denn ermitteln?
Meine Pompfe ist wichtiger als Lemjoks Pompfe.

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Ein Uhu
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Re: Offener Brief an die “Wehrwölfe”

Beitrag von Ein Uhu » Mo 18. Sep 2017, 11:22

JÄNS hat geschrieben:
Mo 18. Sep 2017, 01:13
MskWolf hat geschrieben:
Sa 9. Sep 2017, 17:45
Sollte [...] eine Mehrheit der deutschen Juggercommunity auf eine Änderung des Namens bestehen, wird sich die Neubiberger Juggergruppe dessen beugen.[...]
Wie wollt ihr das denn ermitteln?
Kurz aus Sicht als einer derer, die seinerzeit die ersten halbwegs repräsentativen Umfragen unter der Juggergemeinschaft geplant und durchgeführt haben, um die Regeln ändern zu können: Das ist enorm aufwändig. Eine Foren-Umfrage ist leider nicht repräsentativ und somit ungeeignet.
Die Frage ist, ob ihr bei einem solchen Thema wirklich eine Umfrage braucht.
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