[Anleitung] Leichtbaustab

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Mike_L
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Re: [Anleitung] Leichtbaustab

Beitrag von Mike_L » Do 8. Jun 2017, 11:35

Ich bekenne mich mal dazu kein Freund von dem Nudelpompfen Trend zu sein. Schließe mich zudem auch ganz ekabulat's Bedenken an.

Gerade bei Bambus kann mir keiner erzählen, dass 2cm isomatte irgendetwas abhält. Es geht darum die scharfen Kanten an den Kernstabenden mit Lederresten o. ä. "abzurunden", damit diese sich nicht durchs Material fressen. Ein Durchstechschutz eben.

Wenn eine Pompfe so gebaut wird, dass alles in 1 min augetauscht werden kann, dann klingeln bei mir auch schon mal die Alarmglocken bezüglich Stabilität des Polstermaterials. Klingt für mich so, als ob es normal sein sollte dieselbe Pompfe zweimal komplett reparieren zu müssen auf demselben Turnier. Falls ich übertreiben sollte: ist auch ok ;)

Preislich kosten beide Pompfen nach kurzer Zeit dasselbe und die GFK Variante ist sogar schnell billiger. Was der Kernstab an 12€ mehr kostet hat man mit wenigen Poolnudeln direkt wieder bezahlt, aber natürlich kostet es bezüglich Sicherheit der Gegenspieler etwas mehr, [sarkasmus] aber das sollte ja keinen kümmern bei einem Sport wie Jugger. Lieber spart man 100g.[/sarkasmus] Wahrscheinlich habe ich in meiner 2 jährigen Abwesenheit auf Turnieren irgendwas verpasst bezüglich Sicherheit auf dem Feld oder habe es schon immer falsch verstanden.

Empfand es jedenfalls als albern, als ich gegen Leute gespielt habe, die Angst hatten ihre Pompfe könnte brechen wenn sie meinen Schild getroffen hätten, weil es mit derselben Pompfenbauart bereits passiert war :applaus:

Naja "just my 2 pence".

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Re: [Anleitung] Leichtbaustab

Beitrag von aWi Awesome » Fr 9. Jun 2017, 14:27

Wenn ein 2cm breites, gerolltes Stück Isomatte auf einem GFK-Rohr als Durchstechschutz reicht, dann reicht es auch auf einer Bambusstange.

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Re: [Anleitung] Leichtbaustab

Beitrag von Antiqui » Sa 10. Jun 2017, 07:12

@ awi: So einfach lässt sie die aussage nicht treffen, da gibt es mehrere Faktoren als nur das Material des Kernstabes. Da kommt die Größe der Fläche hinzu auf welcher die Kraft verteilt wird. Die Zähigkeit der Matte, wieviel Punktgerichteten Druck diese mitmacht bevor diese selbst nachgibt. Mit wieviel Druck zugestoßen wird etc. Aber ansonsten hast du recht, im Grunde sollte der "normale" Stechschutz absolut ausreichend sein.

Allerdings bin ich auch, wie Mike, kein Freund der Poolnudelpompfen. Aus denselben Günden. Beim letzten Turnier bei dem ich den Pompfencheck gemacht hab, musste ich recht viele Pompfen zum reparieren zurück geben da die Nudel locker über den Kernstab rutschte.
Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.

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Re: [Anleitung] Leichtbaustab

Beitrag von aWi Awesome » Fr 16. Jun 2017, 01:22

@Antiqui
Du hast recht, es gibt mehrere Faktoren, aber diese wurden nicht kritisiert und ich sehe nicht, dass sie implizit drin stecken. Teilweise nachgemessen, gilt für die Spitze des Bambusrohrs tendenziell: Wanddicke >= GFK, Durchmesser = GFK, Fläche >= GFK.
Für meinen letzten Stab habe ich einen Pfropfen aus EPP geschnitzt.
Bisher ist es bei meinen Pompfen nicht vorgekommen, dass die Nudeln rutschen. Sie klappern je nach Spielweise mehr oder weniger schnell, aber lassen sich nicht längs zum Kern verschieben. Die Bambusspitze steckt innerhalb der Nudel.

--------

Neuer Stab, 313g auf 167cm

Was sich theoretisch noch reduzieren ließe;
- Splitterschutz: Viele sind der Meinung, das "irgendwas drüber" reicht z.B. aus dem Pompfencheck der Playoffs 2016: "Kernstäbe, die ungepolstert sind, müssen zum Splitterschutz mit Tape umwickelt sein. Durchsichtiges Tape ist dafür ausreichend."
15g
-Tapen der Schlagfläche: Ohne Klebeband sind die Schlagflächen nur sehr kurzlebig, aber wenn man für ein Turnier eine sehr leichte Pompfe haben will...
10g
- Polsterung der Griffflächen: DIe ungenutzten Bereiche meiner Griffe sind mit Rohriso (18x9) leicht gepolstert.
10g
- Griffband: Baumwolltape ist sehr schwer, wenn man ganz darauf verzichtet oder nur die effektiven Griffflächen beklebt kann viel Gewicht eingespart werden. 10-20g

Aufgrund der Verteilung der Masse wirken sich die letzten beiden Punkte nur gering auf die Geschwindigkeit aus, macht sich aber gut in der Statistik.

Mike_L
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Re: [Anleitung] Leichtbaustab

Beitrag von Mike_L » Do 13. Jul 2017, 15:30

Da ich anscheinend missverstanden wurde nochmal:
Ich habe nie behauptet ein Durchstechschutz aus 2cm Schaumstoff/Isomatte etc. für GFK würde ausreichen. Ich kenne es seit meiner ersten selbstgebauten Pompfe so, dass man das Rohrende mit einer Lage Leder o. ä. abklebt - Rohrmaterial ist dabei unerheblich - damit
1. die Fläche, die auf die Stechspitze wirkt etwas größer ist (Kraftverteilung und so) und
2. die scharfen Kanten abgerundet werden (ins Material schneiden funktioniert mit einer kleinen, scharfen Fläche - wie Rohrkante - seltsamerweise besser)
Ich investiere da lieber die 2-3g an beiden Enden meines Stabs in die Sicherheit meines Gegenübers ehrlich gesagt
Bisher ist es bei meinen Pompfen nicht vorgekommen, dass die Nudeln rutschen. Sie klappern je nach Spielweise mehr oder weniger schnell, aber lassen sich nicht längs zum Kern verschieben. Die Bambusspitze steckt innerhalb der Nudel.
Wenn eine Polsterung in eine Richtung lose ist, dann ist das zum Lösen in die senkrecht darauf stehende Richtung auch nicht mehr weit. Ich habe es schon erlebt gehabt, dass einer eine so lose Pompfe im Training gespielt hat - da habe ich mir auch erstmal nichts gedacht, wabbelt ja nur schieben konnte man es zunächst nicht - und schwupp beim Ausholen stand er mit blankem Kernstab vor mir und die Polsterung verließ fröhlich das Feld. :hmm: Gemerkt wurde das zum Glück bevor der Schlag direkt auf mich ging. Aber nee kann nichts passieren, wenn man lieber die 5g(?) Doppelseitiges Klebeband sparen möchte.
Was sich theoretisch noch reduzieren ließe;
[..]
-Tapen der Schlagfläche: Ohne Klebeband sind die Schlagflächen nur sehr kurzlebig, aber wenn man für ein Turnier eine sehr leichte Pompfe haben will...
10g
Ungetappte Schlagflächen sind auch eine grandiose Idee, dass die Schlagflächen kurzlebiger werden kann ich dabei nicht nachvollziehen, die lösen sich doch nach wenigen Schlägen von der Pompfe und liegen sicher am Spielfeldrand, da sind sie dann vor Schlägen geschützt. Dann hat auch keiner das Problem, dass die Schlagfläche innerhalb des abgeklebten Bereichs wabbelt. Also ich würde auf die 10g Schlagflächengewicht verzichten. Wer Zynismus findet darf in behalten ;)

Zumindest löblich die Griffe zu polstern(tatsächlich als Lob gemeint :P )

Ich kritisiere nicht den Leichtbau als solches, sondern die Tatsache, dass wegen teilweise nicht 'mal ~1% (?) Gewichtseinsparung riskiert wird jemanden einen blanken Bambus/GFK/was-auch-immer Stab durchs Gesicht zu ziehen

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Re: [Anleitung] Leichtbaustab

Beitrag von Linus » Do 13. Jul 2017, 17:34

Ich bin kein Mod, der in letzter Instanz über die Entwicklung von Threads entscheiden kann, aber in meinen Augen entfernen wir uns vom Kern des Pompfenbau-Unterforums
Achtung: Bitet KEINE Regeldiskussionen an dieser Stelle, die gehören in das regelboard.
Hier nur Pompfenbau und Varianten, ggf. mit Verlinkung ins Regelforum, wo notwendig.
Abzweige werden ggf. rausmoderiert.
Eure Kritik am Leichtbau(-"wahn") beinhaltet ja durchaus wichtige Diskussionspunkte, die aber eher die Reglementierung des Pompfenbaus betreffen.
aWi hat eine ausgesprochen nützliche Anleitung erstellt, wenn man eben in den legitimen Ultraleichtbau vorstoßen möchte. Ich würde es begrüßen, wenn sich Antworten auf konkrete Nachfragen oder Verbesserungsvorschläge im Geiste seiner Anleitung beschränken würden.

Für die generelle Fragen nach der Sicherheit würde ich auf das Regelforum verweisen. Wenn ihr etwa ändern wollt, dann müsst ihr eh die Regeln entsprechend anpassen. Nur dem kleinen Personenkreis hier im Forum ins Gewissen zu reden, wird die Thematik nicht weit bringen.
Solltet ihr jetzt mit mir darüber diskutieren wollen, dann lasst uns auch das in einem anderen Thread oder mal auf einem Turnier tun.

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