17. Deutsche Meisterschaft - Teams von Rechts

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Robin
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17. Deutsche Meisterschaft - Teams von Rechts

Beitrag von Robin » Do 22. Mai 2014, 22:10

....gelöscht....

Tja was soll man dazu sagen? Ich weiß es wirklich nicht...
Ich bin traurig, wütend und entäuscht...
Dieses Statment ist eine Katastrophe wie ich sie noch nicht gesehen habe...
(Nehmt es nicht Persönlich ich versuche es auch nicht Persönlich zu nehmen)

Wie ich dieses Thema nenne weiß ich auch nicht so genau, habe jetzt diese Überschrift gewählt.
Will ich dieses Stament auseinander pflücken?
Ich bin echt von den Socken Sorry
(Ich schreib aber sicher noch was dazu)

Gruß Robin
Zuletzt geändert von Robin am Mo 9. Jun 2014, 05:20, insgesamt 1-mal geändert.

Gelikafkal
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Re: 17. Deutsche Meisterschaft - Teams von Rechts

Beitrag von Gelikafkal » Do 22. Mai 2014, 22:30

ich sehe dein Problem nicht wirklich. Willst du jeden vom Turnier ausschließen der auch nur IRGENDWANN mal einen rassistischen Witz gemacht hat? Dann wäre nicht mehr viel los. Meinungen können sich ändern.

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Re: 17. Deutsche Meisterschaft - Teams von Rechts

Beitrag von Gnom » Do 22. Mai 2014, 22:40

Fürs' nichts dazu sagen machst du extra einen Thread auf? "Lest mal, alles scheisse" ...?

Es sind sich alle Bewusst, dass das Thema gerade in Deutschland eine heisse Nummer ist. Vielleicht hast du aber auch mitbekommen dass S.P.A.T. in Spanien vor Ort mit dem Thema in Berührung gekommen ist. Ich bin mir sicher es wurden sich in VS gründliche Gedanken zu diesem Thema gemacht und es gibt einen Grund der zu diesem durchaus radikalen Urteil geführt hat.

Mit solchen Posts sinnlos Öl ins Feuer zu gießen halte ich hingegen für eine Auseinaandersetzung mit diesem Thema auf jeder Linie für Kontraproduktiv. Ein netteres Wort fällt mir nicht dazu ein.

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Tekay
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Re: 17. Deutsche Meisterschaft - Teams von Rechts

Beitrag von Tekay » Do 22. Mai 2014, 23:08

Die Idee einer komplett unpolitischen Veranstaltung kann man aus guten Gründen problematisch sehen, denn sowas kann ganz fies nach hinten losgehen: http://www.faz.net/aktuell/sport/fussba ... 27380.html

Es wird auch nicht ausbleiben, dass befreundete Spieler mal eine Runde gesellschaftskritisch (also politisch) diskutieren werden. Das wird sich nicht verhindern lassen.

Allerdings ist es auch wichtig, sich mit Menschen gründlich auseinander zu setzen, bevor man sich anmaßt, ein Urteil über sie zu fällen. Das hat SPAT in Spanien offenbar gemacht und damit respektiere ich die Entscheidung, Tercios nicht auszuschließen.

Yannick
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Re: 17. Deutsche Meisterschaft - Teams von Rechts

Beitrag von Yannick » Do 22. Mai 2014, 23:33

[tl;dr: Man kann nicht Leute wegen ihres Gedankengutes außschließen, wenn sie bereit sind, sich an Regeln zu halten. Politische Aussagen komplett zu verbieten ist aber auch quatsch.]

Ich denke, dass es sich beide "Seiten" zu einfach machen. Ich denke, dass es der offenen Kultur unseres Sportes wiederspricht, Menschen wegen ihres zweifelhaften Gedankenguts von diesem Auszuschließen. Im Grundgesetzt steht folgender Satz: "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden." Auch wenn das Grundgesetz eher der Staatsmacht Grenzen auferlegt als dem Individuum Vorgaben zu machen halte ich das erstmal für einen Grundsatz, mit dem man arbeiten kann, wenn man noch Punkte wie "sexuelle Identität" ergänzt. Wenn wir von jedem erwarten, entsprechend dieser Grundsätze zu handeln, müssen wir sie auch selber einhalten. Jeder hat das Recht Teil unseres Sportes zu sein, wenn er sich entsprechent bestimmter Grundsätze verhällt. Was jemand denkt, ist sicherlich relevant dafür, wie ich ihn persönlich einschätze, sollte aber ersteinmal keine Rolle dafür spielen, ob er Teil unseres Sportes ist.
Ich denke, wir sind uns alle einig, dass rassistische Äußerungen, die offene Verherrlichung faschistischer Systeme und die Verwendung der Symbole ebendieser außerhalb dieser Grundsätze liegt und auf Juggerturnieren nichts zu suchen hat. Dies spiegelt sich auch in §1 der allgemeinen Benimmregeln wieder, die S.P.A.T. formuliert haben:
§1: Auf dem Turnier, sowie auf dem gesamten Veranstaltungsgelände, werden KEINERLEI politische Äußerungen in Wort, Schrift, Bild oder Symbolik geduldet.
Missachtung wird mit sofortigem Ausschluss des betreffenden Spielers vom Turnier geahndet. Es wird des Weiteren ein Platzverweis erteilt.
So weit so gut. Leider verbietet §1 neben faschistischer Symbolik auch jegliche Aktivität, die sich gegen inakzeptable, menschenverachtende Ideologieren und ihre Präsentation richtet. Der Satz "Wir Jugger stehen für Demokratie und Menschenrechte und beurteilen jeden ungeachtet seines Geschlechts, seiner Herkunft, seiner Hautfarbe ect.pp." , den eigentlich jeder unterschreiben können sollte, der ganz bei Verstand ist, wäre eine verbotene politische Äußerung und würde zum Ausschluss vom Tunier führen. Wenn wir zähneknirschend Menschen auf unseren Tunieren dulden, von denen es bekannt ist, dass sie menschenverachtenden Ideologien anhängen (aber diese während des Tuniers nicht präsentieren), dann muss es auch möglich sein klarzumachen, dass der Rest von uns keine Faschisten sind. Wenn jedwede politische Äußerung verboten ist, ist das leider nicht möglich.

(Ich bin nicht tief genug in der Materie, um die Spanier irgendwie beurteilen zu können. Die imho inakzeptablen Verhaltensweisen die ich aufgezählt habe, werfe ich ihnen nicht vor, das sind nur Beispiele.)
Ach. Hand, Arm. Das sind doch bürgerliche Kategorien.

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Re: 17. Deutsche Meisterschaft - Teams von Rechts

Beitrag von Gelikafkal » Do 22. Mai 2014, 23:44

Ich glaube niemand hat was gegen eine sachliche Diskussion am Lagerfeuer zum aktuellen politischen Geschehen. Trotzdem benötigt man eine Handhabe für extreme Äußerungen jeglicher Art. Hier Unterscheidungen zwischen Links, Rechts, Gerade aus, Oben und Unten zu machen ist nicht zielführend. Ich denke diese generalisierende Aussage kommt daher. Vielleicht sollte einfach der Menschenverstand im Einzelfall entscheiden?

Robin
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Re: 17. Deutsche Meisterschaft - Teams von Rechts

Beitrag von Robin » Do 22. Mai 2014, 23:50

So soll es sein...

Wie es die Überschrift schon sagt geht es mir hier nicht um ein einziges Team!
Auch habe ich kein Team vorgeworfen faschistisches oder rechtes Gedankengut zu verbreiten.
Auch habe ich gesagt das ich noch was schreibe.

Ich bin persönlich nicht davon überzeugt das die Teilnahme von rechten Teams an der DM erlaubt werden sollte.
Ich kritisiere hier kein Team!
Eine Sportveranstaltung wie die 17. DM / 1. WM hat keinen Platz für politische Äußerungen, Symbole oder dergleichen
Ich lasse mir nicht verbieten zu sagen das ich Rot Grüner Stammwähler bin.
Ich lasse mir nicht verbieten für eine Akzeptanz von Homosexualität im Sport zu demonstrieren!
Freiheit für Tibet (Olympia)
Gegen rechte Gewalt im Sport (Regionale Fußball Clubs)
usw.
Eine Sportveranstaltung wie die 17. DM / 1. WM hat keinen Platz für politische Äußerungen
Wie man sieht ist das einfach nur Falsch! Politik IST EINE DEUTSCHE MEISTERSCHAFT!

Man muss auf einem Turnier garnicht Fahne zeigen wenn man das später ja im Internet tun kann!
Ich erkläre es euch gerne genauer... muss wohl...
Man kann den Auftritt sehr wohl politisch nutzen, auch wenn man solche Regeln einhält!
§1: Auf dem Turnier, sowie auf dem gesamten Veranstaltungsgelände, werden KEINERLEI politische Äußerungen in Wort, Schrift, Bild oder Symbolik geduldet.
Missachtung wird mit sofortigem Ausschluss des betreffenden Spielers vom Turnier geahndet. Es wird des Weiteren ein Platzverweis erteilt.
Der Sportsgeist muss auf dem Platz überwiegen.
Was Personen dabei denken oder was für Gesinnungen sie haben, ist den Personen selbst überlassen, sofern sie diese nicht offen zur Schau stellen oder äußern.
Dass ich dazu noch was sagen muss...

Man erlaubt damit JEDER faschistischen/rechten Gruppierung an einer deutschen Meisterschaft mitzumachen!
Damit ist Jugger wohl die erste Sportart. Glückwünsch zu diesem
radikalen Urteil
Sportgeist von jemandem der einen Menschen aufgrund seiner Herkunft Religion, Geschlecht oder Sexualität beurteilt? Kann man das Trennen? Kann man das akzeptieren? kann man das ganze auch umdrehen? Solange ich gute/faire Leistung auf dem Platz bringe sind meine Ideale auch gut und richtig?
Jetzt sagt ihr natürlich:"Nein man kann das nicht umdrehen"... doch dumme Menschen schon.
(Ich weiß nicht ob "umdrehen" hier richtig ist)

Ist deine Küchentür zu bist du Faschist und das ist auch o.k. so
...da wird mir schlecht...
Wir weisen darauf hin, dass wir uns auf keine weitere Diskussion zu diesem Thema mehr einlassen.
Was denn für eine Diskussion? Man hat offz. mit der Community noch garnicht diskutiert!
Man hat nichtmal eine Prüfung in betracht gezogen?


Alles nochmal zum Schluss:

Man erlaubt jeder faschistischen/rechten Gruppierung bei der DM mitzumachen und halt es nicht mal für notwendig, ja sogar für undenkbar die Community zu fragen.

Wirklich(mein voller ernst) lieben Gruß

Edit: Haltet ihr "Tercios Españoles" etwa für unpolitisch? Division Brandenburg?
Zuletzt geändert von Robin am Fr 23. Mai 2014, 16:38, insgesamt 1-mal geändert.

Gregor Mortis
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Re: 17. Deutsche Meisterschaft - Teams von Rechts

Beitrag von Gregor Mortis » Fr 23. Mai 2014, 00:22

Ok, jetzt hab ich einen Post geschrieben für den anderen Thread und dann erst in den hier reingeguckt. Ich schick ihn jetzt trotzdem ab, auch wenn meine Position hier schon vertreten und zum Teil auch argumentativ-rhetorisch besser vorgetragen ist.

tl;dr: §1 finde ich doof, denn §2 reicht schon als Regel, wie man miteinander umgehen sollte.
Dischi hat geschrieben:[OFFIZIELL AN]§1: Auf dem Turnier, sowie auf dem gesamten Veranstaltungsgelände, werden KEINERLEI politische Äußerungen in Wort, Schrift, Bild oder Symbolik geduldet.
Missachtung wird mit sofortigem Ausschluss des betreffenden Spielers vom Turnier geahndet. Es wird des Weiteren ein Platzverweis erteilt.[OFFIZIELL AUS]
Haha, das hört sich doch stark nach IOC oder FIFA an. Lassen wir uns auch als nächstes von Wiesenhof und Gazprom sponsern?

OK, Polemik mal beiseite. Ich denke, politische Äußerungen auf dem Turnier generell zu verbieten, ist der falsche Weg. Kriterien, was eine politische Äußerung ist, und was nicht, gibt es kaum. (Stichwort: "Alles ist politisch.") Darüber hinaus fände ich es albern, zum Beispiel ausgeschlossen zu werden, weil ich abends in geselliger Runde die Vorzüge/Nachteile von Genmais stark mache, oder in einem Nebensatz erwähne, dass ich es gut/schlecht fände, wenn deutsche Bürger mehr direkte Mitbestimmungsmöglichkeiten bekämen. (Nach §1 wäre ich doch damit schon ausgeschlossen!) Wir sind doch alle Menschen und der Mensch ist ein Zoon politikon - so zumindest mein Verständnis. Dies zu ignorieren, ist für mich der falsche Weg, auch wenn die Konsequenzen dieser Entscheidung jetzt (noch) recht gering sein mögen, da die Community immer noch verhältnismäßig klein und die mediale Aufmerksamkeit gering ist. In letzter Konsequenz aber führt eine solche Haltung doch zu Indifferentismus, welcher doch nur die bestehenden politischen Verhältnisse unterstützt. (Ja, mMn kann man sich nicht unpolitisch verhalten! Irgendwann kommt dann der Stadionbau in der Wüste oder sonstwo und das Blut toter Seehundbabys oder auch ausgebeuteter Menschen klebt an unseren Händen - zugegeben tut es das eh schon, auch ohne Jugger-Dystopie ausgelöst durch kapitalistischer Konsumglobalisierung.)

Ich sage damit nicht, dass man die Tercios ausschließen sollte, wie ich auch nicht sage, dass man sie nicht ausschließen sollte. (Zum einen weiß ich nicht, ob sie faschistisch sind, zum andern weiß ich nicht, ob man sie - gesetzt den Fall, sie sind es - dann auch ausschließen sollte.) Ich halte einfach nur einen reflektierteren Umgang mit diesem Thema für sinnvoller, im Gegensatz zur Ignoranz der Probleme, wie für mich durch den §1 ausgedrückt wird. Zumal es ja einen weiteren Paragraphen gibt, der wiederum sehr schön das Verhalten untereinander bestimmt. Und zum Spielverhalten auf dem Platz gibt es dann wiederum ein Regelwerk, welches klar sagt, was erlaubt ist und was nicht. (Zugegeben fehlt ein wenig die legitimierte exekutive Gewalt, um diese Regeln auch durchzusetzen, da jede Strafe letztlich reine Schiedsrichterwillkür ist, aber das ist ein anderes Thema.)

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Re: 17. Deutsche Meisterschaft - Teams von Rechts

Beitrag von Ole » Fr 23. Mai 2014, 00:35

Ich halte es so auch für falsch.

Das ganze klingt ein wenig nach der Haltung bspw. des IOCs: "Jede Demonstration oder politische, religiöse oder rassische Propaganda ist an den olympischen
Stätten, Austragungsorten oder in anderen olympischen Bereichen untersagt." (IOC Charta 50.1). Dass die für einige Diskussionen gesorgt hatte dürfte ja bekannt sein; ganz kurzes Googlen nach "Olympia+politische+Äußerungen" ergab da Treffer zu Sotschi, Tibet etc. - wobei durchaus nicht alle Positionen ablehnend waren, sich aber doch ein sehr kontroverses Gesamtbild bietet. Und wenn man sich mal ein wenig die Geschichte allein der olympischen Spiele ansieht (klar, hoch gegriffen, im Vergleich zur Jugger-DM, aber hey, warum nicht), dann dürfte einem klar werden, dass Sport IMMER schon auch Politik war und beinhaltete - die Spiele in Berlin, Moskau, LA fallen mir da spontan ebenso ein wie die Athleten die wegen des "Black Power"-Grußes ausgeschlossen wurden.

Von anderen Fällen, bei denen der DFB zB ein "Kein Fußball den Faschisten"-Banner (teilweise) abdecken lässt mal ganz zu schweigen.

Kurzum: Sport ist und war schon immer auch Politik - im ganz großen (Olympia, WM) ebenso wohl wie auch im kleinen (ich behaupte mal, dass selbst Lokalpolitik Einfluß auf den örtlichen Fußballverein haben mag ... bin aber grade zu faul da auch noch Beispiele rauszukramen). Das zu verleugnen ist mMn sowohl unrealistisch und sieht ein wenig so aus, als solle da der bequeme Weg genommen werden. Ich gehe nicht davon aus, dass es so ist, aber wenn mans von außen sieht drängt sich der Eindruck eben auf.

Edit PS: Rest hat Gregor auch ganz schön gesagt - da war ich langsamer beim tippen.
Stolzer Teil der "Hochkultur des Grillens und Saufens" (Dank an das Killerkaninchen!)
Entweder ich spiele gut oder ich bin verletzt

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Re: 17. Deutsche Meisterschaft - Teams von Rechts

Beitrag von Pit » Fr 23. Mai 2014, 01:41

ich finde Robins reißerische und dramatisierende Reaktion sehr unangebracht.
natürlich kochen gerade hier in Deutschland die Gefühle hoch, sobald von Rechten oder Faschsten gesprochen wird, ich finde wir sollten aber trotzdem in der Lage sein, hier eine zivilisierte und sachliche Diskussion zu führen (wie das meiner Meinung nach auch von den Meisten hier getan wird).

Der Grund für diese Stellungnahme ist offensichtlich die Anmeldung des Teams Tercios Españoles und ich finde, die Stellungnahme sollte deswegen auch in diesem Kontext diskutiert werden. Es ist nicht so, dass die DM dieses Jahr von "Naziteams" überrollt wird.
Ich finde die Stellungnahme durchaus gerechtfertigt, sie erlaubt nicht nur den Ausschluss von Teams, die rechte Symbole tragen oder Ideologien verbreiten, sondern auch gegebenenfalls die Anfeindungen gegen besagte Teams von Seiten der linken Ecke.
Die Diskussion im Forum wurde teilweise sehr emotional und kompromisslos geführt bis hin zu Gewaltandrohungen.
So etwas hat für mich weder auf dem Juggerfeld noch in unserem Forum etwas zu suchen!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand "Jugger gegen Faschismus"-Aufnäher verbieten sollte, warum denn auch?
Ich habe aber auch keine Lust auf einen Parolen singenden Antifablock, der meint auf dem Turnier Flagge zeigen zu müssen.
Auch wenn ich den Gedanken des Antifaschismus generell unterstützen kann, finde ich nicht, dass man auf einem Juggerturnier übermäßig poitische Standpunkte zeigen sollte.
Diese lassen alle anderen Mitspieler auch so erscheinen als würden sie dieselben politischen Ideen verfolgen.
Das was Juggern ausmacht und uns vereint ist für mich eher der Fairnessgedanke und die sportliche Begegnung, das Schließen neuer Freundschaften und der Beweis, dass man sich auch friedlich schlagen kann.
(Ich definiere diese Werte für mich mal als unpolitisch, auch wenn sie ebenfalls als politisches Statement interpretiert werden können.)

Das ist die Aussage, die ich auf Juggerturnieren hochhalten und betonen möchte. Wenn jemand einen Bericht über Juggern im Fernsehen oder in der Zeitung sieht soll er denken: hey, was für ein toller Sport, die gehen so schön fair miteinander um und haben einfach eine tolle Zeit zusammen, das will ich auch.
Das ist für mich ein zunächst einmal von Nationalität oder Gesinnung unabhängiger Gedanke.

im speziellen Fall der Tercios würde ich ihnen gerne nicht die zweite, sondern bei uns (in Deutschland) überhaupt erstmal die erste Chance geben, dabei aber (aufgrund diesbezüglicher Konflikte in Spanien) unmissverständlich klarmachen, dass wir faschistische Äußerungen oder Symbole auf unseren Turnieren nicht dulden. Dies ist meiner Meinung nach mit der Stellungnahme geschehen.

Ich hoffe, dass alle Beteiligten die bevorstehende Diskussion vor und auf der DM mit angemessenem Ernst und Sachlichkeit führen können.
Zuletzt geändert von Pit am Fr 23. Mai 2014, 01:49, insgesamt 1-mal geändert.

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