[Regelvorschlag] verschieden Hände am Stab

Diskussionen um das Regelwerk
aWi Awesome
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Re: [Regelvorschlag] verschieden Hände am Stab

Beitrag von aWi Awesome » Do 7. Nov 2019, 00:13

Was die 1cm anbelangt: die "Mindestens x mehr als bla"-Dicke der Manschette gilt nur für die Grenze zur vorderen Grifffläche, d.h. da wo die max. Reichweite begrenzt wird. Ich kann also die restliche "Manschette" dünner gestalten, bzw. sie darf sich abgreifen. Das wollte ich nur noch mal klar sagen.
Das ist eine Interpretation, die ich nicht mitgehen würde. Es steht nur, dass die Manschette " rundum mindestens 1 cm dicker als die vordere Grifffläche" sein muss. Es gibt für mich keinen Hinweis darauf, dass dieser 1cm nur in der Nähe des Griffs gültig ist.
Ich würde mich auch nicht darauf verlassen wollen, dass ich so auf Turnieren durchkomme.

Theoretisch für den Pompfencheck:
Das Messen wäre kein Problem: Ich gehe davon aus, dass der Kern nicht dünner wird und dementsprechend muss die Manschette über die gesamte Länge ungefähr die gleiche Dicke haben. Nur für den Fall der 1cm dickeren Manschette. Ganz allgemein ließe sich der Umfang messen und der Durchmesser/Radius berechnen. Wenn die Manschette zu sehr abgegriffen ist muss sie wie jede andere Polsterung an der Pompfe erneuert werden.

EDIT: Epic fail! Entschuldie Awi Awesome. Ich wollte dich eigentlich zitieren und habe aus Versehen deinen Post editiert. sry!! (J.L.M.)

Nico
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Re: [Regelvorschlag] verschieden Hände am Stab

Beitrag von Nico » Do 7. Nov 2019, 04:01

aWi Awesome hat geschrieben:
Do 7. Nov 2019, 00:13
Theoretisch für den Pompfencheck:
Das Messen wäre kein Problem: Ich gehe davon aus, dass der Kern nicht dünner wird und dementsprechend muss die Manschette über die gesamte Länge ungefähr die gleiche Dicke haben. Nur für den Fall der 1cm dickeren Manschette. Ganz allgemein ließe sich der Umfang messen und der Durchmesser/Radius berechnen. Wenn die Manschette zu sehr abgegriffen ist muss sie wie jede andere Polsterung an der Pompfe erneuert werden.
Das (theorethische) Problem beim Pompfencheck wäre, dass du bei jedem Stab erst den Durchmesser des vorderen Griffes messen müsstest und dann die komplette Manschette/Blockfläche in Relation dazu. Da es keinen einheitlichen Griffdurchmesser gibt (durch unterschiedliche Kerndurchmesser und mögliche Griffumwicklungen etc), könntest du zwar mit nem Messschieber (den auch nicht jeder hat) den Griff messen, 2cm dazurechnen und dann damit die Blockfläche langgehen, aber das macht den (oft genug eh schon überforderten) Pompfencheckern halt noch mehr Arbeit. Man könnte natürlich auch wieder Pi*Daumen mit nem Zollstock die Blockfläche langgehen, aber das ist dann halt wieder ungenau und dann gibts wieder Gejammer, wenn jemand meint milimetergenau bauen zu müssen um jedes Gramm Gewicht einzusparen.


Was die Interpretation angeht: Du kannst halt einfach sagen, dass nur der erste cm hinter der Grifffläche die "Mannschette" ist, und das, was dahinter (vielleicht) gepolstert ist, ist "gepolsterte Grifffläche". Ich persönlich mag diese Interpretation absolut nicht, aber es gibt leider genug leute, die das Regelwerk aktuell so auslegen, und ohne eine Regeländerung zurück zur "durchgehend gepolsterten Blockfläche" wird sich da auch vermutlich nichts dran ändern.

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Re: [Regelvorschlag] verschieden Hände am Stab

Beitrag von NeuerLauchGeselle » Do 7. Nov 2019, 18:51

Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen:
Ich sehe absolut keinen Mehrwert in der verpflichtenden 1cm/dünnen Polsterung. Das Argument der fliegenden pompfen ist das einzige, das in dieser Hinsicht für mich annehmbar ist. Leider trifft das auch auf langpompfen und qtips zu... Alles anderes erachte ich als eher zweitrangig. Die blockfläche kommt (soweit ich es erlebt habe) nunmal einfach nicht in Kontakt mit anderen spielern (außer beim hineinlaufen, und das kommt sehr selten vor und ist außerdem verboten). Und selbst die dünne Polsterung bringt in diesem Fall nicht wirklich was, daher halte ich es für eine schlechte Zwischenlösung. Entweder es kommt eine „richtige Blockfläche“ mit mindestdurchmesser wie schlagfläche) oder wir lassen es einfach. Ich selbst spiele meine Stäbe schon seit längerem mit kompletter blockfläche, aus rein taktischen Gründen. Mehr Polsterung ist zwar immer mehr sicher, aber wenn, dann bitte richtig. Da das aber (mutmaßlich) nicht von der Mehrheit gewünscht ist, denke ich nicht, dass wir da eine Verpflichtende Polsterung brauchen.

Liebe Grüße aus dem Süden
Manuel

Edit: ich hab gerade gemerkt dass mein Post am ursprünglichen Thema des Threads vorbeigeht... upsi :pfeifen: :pfeifen: hab mich wohl sinnlos unbeliebt gemacht...
Wenn man neben einem Friedhof trainiert, sind Verletzungen beim Training nicht so schlimm.

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Re: [Regelvorschlag] verschieden Hände am Stab

Beitrag von J.L.M. » Fr 8. Nov 2019, 22:46

Danke für eure Einschätzungen. Erstmal vielen Dank an Awi Awesome, der richtig festgestellt hat, dass die "min. 1cm dicker als Griff" für die gesamte Manschette gilt. NeuerLauchGeselle, ich gebe dir völlig Recht, dass das "Problem" mit der Manschette zweit- oder sogar eher drittrangig ist. Nico, danke für deine Einschätzung; ich kann nur zustimmen, dass Pompfenchecks mit Hirn arbeiten sollten.

Ich sehe das auch, dass von den meisten Stabspielern nicht gewünscht wird, einen deutlichen Zuwachs an Unsicherheit bei Pompfenchecks zu bekommen bzw. einen deutlichen Umbau-Aufwand für ihren Stab. Das will ich auch niemandem aufzwingen. Meine Hoffnung wäre gewesen, dass die Pompfenchecker auf den Turnieren schlau genug sind, nur die wirklich relevanten Teile der Pompfe auch wirklich zentimetergenau zu prüfen. Dann hätte in meinen Augen eine Beschreibung à la "dünn gepolstert" ausgereicht. Aber ich sehe jetzt, dass das schwierig in den Text einzubauen ist, v.a. da wir für die Dicke der Manschette im Gegenzug zum vorderen Griff so ein strenges Maß haben, das offenbar auch geprüft wird.
Ähnlich wie bei den Qs fände ich es erstrebenswert, das Thema durch eine Abstimmung für die nächsten paar Jahre vom Tisch zu bekommen. Wenn wir es doch noch schaffen, eine Formulierung für die Mindestlänge der Manschette bzw. der Griffe zu finden, wäre das episch, denn dann könnten wir - egal wie die Abstimmung ausgeht - sagen: 2/3 der Community wollen das so bzw. es gibt keine eindeutige Mehrheit dafür, und dann ist das Thema - für mich jedenfalls - gegessen.
Ich sehe aber, dass eine Formulierung doch schwieriger zu finden ist, als ich anfangs angenommen habe. Vielleicht schaffen die RH es demnächst nochmal zu einer Beratung...
"Nicht Stäbe pompfen Menschen ab, sondern Menschen pompfen Menschen ab." (Max V.)

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