Überoptimierte "Metastäbe"?

Diskussionen um das Regelwerk
Nico
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Re: Überoptimierte "Metastäbe"?

Beitrag von Nico » So 24. Mai 2020, 20:37

NeuerLauchGeselle hat geschrieben:
Sa 23. Mai 2020, 14:51

Neue Forderungen bezüglich der erlaubten Bauart des Stabes (1cm Manschette für Reichweite, keine Minimallänge des Stabes, keine verpflichtende Polsterung für die hintere Grifffläche) waren für mich nicht ersichtlich.
/disagree zum Thema Polsterung der hinteren Griff-/"Blockfläche" :D

Ich 'fordere' eine gepolsterte Blockfläche schon, seit die ungepolsterten Griffe, die bis zur Reichweitenmanschette gehen im Umlauf sind :D
Aber der Thread hat sich hier mehr an der Griffweise aufgehangen als an der "Blockfläche".

Gründe FÜR eine gepolsterte Blockfläche:
- Sicherheit (und jetzt kommt mir bitte nicht mit "ein Q-Tip-Griff ist auch ungepolstert... ich bin auch für gepolsterte Q-Tip-Griffe, aber im Gegensatz zum Stab würde dort eine Polsterung den Spielstil stark verändern/erschweren)

- unfairer Vorteil der ungepolsterten "Langgriffe" gegenüber gepolsterten "Blockflächen" z.B. beim aufstehen aus einem Pin (bei einer Gepolsterten Blockflache ist tatsächlich nur der hinterste, ungepolsterte Part "Grifffläche", die zum legalen Führen berührt werden muss. Bei einem ungepolsterten "Langgriff" bis zur Manschette kann überall zwischen Knauf und Manschette gegriffen werden, weil ja "alles zwischen Manschette und Knauf der Griff ist", wodurch weniger genau gegriffen werden muss)

- Minimaler Aufwand um eine aktuell ungepolsterte Blockfläche umzurüsten

- Minimal höheres Gewicht durch die Polsterung, das aber bei der Führung kaum auffällt, da es zwischen den Händen ist statt an einem Ende der Pompfe, und mit Ausnahme des Greifens das Handling dadurch kaum beeinflusst wird.

- Leichte Umsetzung durch einen kleinen Zusatz einer Maximallänge für die hintere Griffläche und einer "deutlich gepolsterten Blockfläche" (Bei uns in Kiel bestehen wir schon seit ein paar Jahren auf eine gepolsterte Blockfläche mit einer maximalen hinteren Griffflächenlänge von 25cm (25cm, weil das die 'Vorschlagslänge' in der Abbildung des Regelwerks ist))
Verkürzte Stäbe wären so immernoch möglich (selbst so krass verkürzte wie z.B. der von Simba ;) )

Gründe GEGEN eine grpolsterte Blockfläche:
- Leute wollen rumnörgeln

- Mimimis die gegen mein Mimimi sind ;D

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Ein Uhu
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Re: Überoptimierte "Metastäbe"?

Beitrag von Ein Uhu » So 14. Jun 2020, 15:33

... und hier mal ein kleiner flotter Video-Kampfvergleich zwischen den schweren alten Stäben und Ultraleichtpomfpen, inklusive Kommentar zu der Blockflächenfrage (Dank an Manuel für's Austricksen der Gravitation ...):

https://youtu.be/prTLt0lZKpw

... langsam freunde ich mich mit den Ultraleichtstäben an :cool:
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Re: Überoptimierte "Metastäbe"?

Beitrag von Gerd » Fr 10. Jul 2020, 12:46

Hi, ich habe seit 2012 immer Stab gespielt.
Ich spiele seit 2014 den V-Griff, weil ich damit mehr Kontrolle und Bewegungsfreiheit über den Stab habe. Meine Finger bilden dabei keinen geschlossenen Kreis. Ich würde nur äußerst ungern auf den Vgriff verzichten.
Die Legalisierung meiner damals bereits so gespielten Handhaltung war damals für mich der EINZIGE Grund für die Zustimmung zur jetzt geltenden Regelung.
Die 2015er Ein Finger-Regelung hat das Meta m. E. völlig grundlos verschoben, da der Stab de fakto etwa 5-8 cm mehr Reichweite erhalten hat. Ggf. ebenso der Q.

Jetzt die Fragen (in Klammern meine Meinung dazu) :
1. Ist es wichtig, wie die Spielerin den Stab hält, so lange die Haltung regelkonform ist? (Ich denke nein. Andererseits gibt's Spieler, für die sich die Fingerhaltung "nicht richtig" anfühl. Das kann man durchaus so sehen.)

2. Ist das aktuelle Balancing der Pompfen untereinander anpassungsbedürftig? (meine Meinung: Ja, der Stab wird aufgrund der nun vorhandenen Reichweite längst nicht mehr so defensiv wie früher gespielt. Eine Veränderung könnte sein Spielprofil als "Blockerpompfe" schärfen.)

3. WENN man das Balancing anpassen möchte, sehe ich derzeit drei Möglichkeiten:
3.1 Handhaltung vorschreiben (Buhhhh! No way!)
3.2 Noch größere Manschetten verwenden, die die einFinger Haltung unmöglich machen (nicht gut. Macht auch Spielstile kaputt)
3.3 Reichweite von Q und Stab um 5-8 cm kürzen (fänd ich ok)
3.4...? (vielleicht hat ja noch wer ne Idee)

Und natürlich, bevor irgendjemand etwas abstimmt: erstmal testen, testen, testen.

Der ganze Kram mit der Bauweise ist mir schnuppe. Ich finde die leichten Pompfen super und will auf keinen Fall zurück zu den alten schweren Prügeln.

(Und nur mal so: die schnelle Spielweise erzeugt aber ganz andere Baustellen, insbesondere ist davon die völlig unzureichende Regelung bzgl. "Doopel? Nö! " betroffen.
Hier würde ich mir eine deeskalierende Regelung zu wünschen, z. B., dass
- bei Unklarheit bei einem Spieler dieser Doppel ansagt und dann beide runtergehen,
- Schieris Spieler aber wieder hochschicken können, und dem Doppel-caller ne Verwarnung erteilen können.
Aber das gehört in einen anderen Thread.)
Nur weil man paranoid ist, heißt das nicht, dass man nicht auch verfolgt werden könnte!

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