Kette - "Zurückziehen" - Wann ist etwas ein "Treffer"?

Diskussionen um das Regelwerk
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Famondir
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Re: Kette - "Zurückziehen" - Wann ist etwas ein "Treffer"?

Beitrag von Famondir » Fr 25. Aug 2017, 11:59

Auch ein Griff 20 cm hinter dem Ball + Wurfbewegung führt meist immer noch zu einem "Schwung" des Balls. Der Feuerball würde doch den Wurf dann ausschließen, da man den brennenden Ball ja nicht in die Hand nehmen wollte.

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Karuuna
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Re: Kette - "Zurückziehen" - Wann ist etwas ein "Treffer"?

Beitrag von Karuuna » Fr 25. Aug 2017, 13:57

Eine weitere Kleinigkeit wäre bei den ungültigen Treffern noch zu bedenken: Ab wann gilt ein Treffer dann wieder?

Beim Kopftreffer muss z.B. eine neue Schlagbewegung vorliegen, um einen neuen, gültigen Treffer zu setzen. Wie soll dies nun bei einer gefangenen Kette geregelt werden?
Ich meine mich zu erinnern, dass es mal ein "Aufschwingen" gab - dass die Kette also nachdem sie gefangen wurde zuerst eine Kreisform durchmachen muss, bevor sie wieder gültig treffen kann. Aber ob sowas wirklich sinnvoll ist - und wenn ja, auch sinnvoll zu definieren ist, bezweifle ich.

Ein Beispiel wäre hier, wenn sich die Kette um eine Pompfe wickelt, der Kettenspieler diese Wicklung aber lösen und die Kette zurückziehen kann. Was passiert nun, wenn der Ball während dem Zurückziehen einen Spieler trifft?

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JÄNS
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Re: Kette - "Zurückziehen" - Wann ist etwas ein "Treffer"?

Beitrag von JÄNS » Fr 25. Aug 2017, 17:39

Tai-Pan hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 11:12
Ich hab im letzten Jahr einige Male gesehen, dass der Kettenspieler die Kette etwa 10-20cm unterhalb vom Ball nimmt und wirft, gerade beim Aufstehen. Oder doch nicht wirft?
Wie weiteroben bereits zitiert darf der KettenBALL nicht geworfen werden, das interpretiere ich so, dass man den Ball nicht in die Hände nehmen und werfen darf, Wenn du die Kette in die Hände nimmst und damit irgendwas machst wäre das mMn ok
Karuuna hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 13:57
Ab wann gilt ein Treffer dann wieder?
+1
"Ich aber sage euch Stäbe soll man werfen dürfen, denn wahrlich Qtipps sind gefährlicher" (R)ich(ard)

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Gnom
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Re: Kette - "Zurückziehen" - Wann ist etwas ein "Treffer"?

Beitrag von Gnom » So 3. Sep 2017, 14:55

Karuuna hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 13:57
Beim Kopftreffer muss z.B. eine neue Schlagbewegung vorliegen, um einen neuen, gültigen Treffer zu setzen. Wie soll dies nun bei einer gefangenen Kette geregelt werden?
4.3.4 GÜLTIGE UND UNGÜLTIGE TREFFER hat geschrieben: [...]
Ein Treffer ist ungültig, wenn:
[...]
• ein Feldspieler in einer einzigen Bewegung der Pompfe erst am
Kopf und dann an dessen Trefferzone getroffen wird. Wenn
ein Spieler in einer einzigen Bewegung erst an der Trefferzone
und dann am Kopf getroffen wird, ist der Treffer gültig.
Da die Definition von Kopftreffer über die "einzige Bewegung" definiert ist, ist es unerheblich ob es eine Kettenball oder Pompfe ist. Schließlich "brennt" die Schlagfläche einer Pompfe ebenso.
Eine Schlagdefinition gibt es seit der Regidierung nicht mehr.
Ist die Kette "gefangen" (geschlossene Form um die Pompfe) trifft sie nicht mehr. Sobald sie nicht mehr gefangen ist, würde diese auch wieder treffen.

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Famondir
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Re: Kette - "Zurückziehen" - Wann ist etwas ein "Treffer"?

Beitrag von Famondir » Mo 4. Sep 2017, 12:01

AM Rande: wenn ich Spieler A am Kopf treffe und dann Spieler B an der Schulter. Ist B dann ab?

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Re: Kette - "Zurückziehen" - Wann ist etwas ein "Treffer"?

Beitrag von J.L.M. » Mo 4. Sep 2017, 12:55

Famondir hat geschrieben:
Mo 4. Sep 2017, 12:01
AM Rande: wenn ich Spieler A am Kopf treffe und dann Spieler B an der Schulter. Ist B dann ab?
RW 4.3.4
wennein Feldspieler in einer einzigen Bewegung der Pompfe erst am
Kopf und dann an dessen Trefferzone getroffen wird. Wenn
ein Spieler in einer einzigen Bewegung erst an der Trefferzone
und dann am Kopf getroffen wird, ist der Treffer gültig

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Re: Kette - "Zurückziehen" - Wann ist etwas ein "Treffer"?

Beitrag von Gerd » Do 2. Nov 2017, 15:56

hachja, die Kette...alle Jahre wieder :lol:

Vielleicht solltet ihr das Thema mal von der anderen Seite her aufziehen, indem ihr Euch mal fragt, welches Ergebnis ihr haben wollt. Also erst Spielsituationen anschauen und überlegen, ob man sie als Treffer haben will oder nicht und dann passende Regelungen dazu finden.

In den meisten Fällen ist das eh klar, und alle sind sich einig; z.B. ein ganz "normal" (360°) geschwungener Schuss erzeugt einen Treffer.

Sonderfälle sind doch eigentlich nur:
1. Soll der der Kettenspieler (K) "Quasi-pinnen" dürfen, indem er die Kette 1 cm hinter dem Ball greift und sich direkt an den inaktiven Spieler stellt? Soll er die Kette überhaupt so kurz greifen dürfen? RB: Ja. Von den Juggerspielern gewünscht? Ich glaube eher nein.
2. Soll ein wie auch immer umgeleiteter Ball weiterhin gültige Treffer erzeugen können? (Usus: Ja)
3. Soll ein Spieler ab sein, wenn er von einer hinterhergeschleiften Kette getroffen wird (typischerweise ist K dabei auf der Flucht)? (RB sagt "Nein"; Meine Meinung: Ja klar! Grund: Streamlining).
4. Was ist mit Kette auf Kopf, Ball auf Rücken?
Nur weil man paranoid ist, heißt das nicht, dass man nicht auch verfolgt werden könnte!

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Re: Kette - "Zurückziehen" - Wann ist etwas ein "Treffer"?

Beitrag von Tom_vH » Fr 3. Nov 2017, 13:56

Gerd hat geschrieben:
Do 2. Nov 2017, 15:56
4. Was ist mit Kette auf Kopf, Ball auf Rücken?
Da der Kettenball den Treffer verursacht und dieser an einer gültigen Trefferzone geschieht wäre das regelkonform getroffen.

Solange sich die Kette dabei nicht um Gesicht oder Hals gewickelt hat sehe ich da auch kein Problem :D

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Re: Kette - "Zurückziehen" - Wann ist etwas ein "Treffer"?

Beitrag von Felix2.0 » Fr 3. Nov 2017, 16:10

Gerd wrote: ↑
Thu 2. Nov 2017, 15:56
4. Was ist mit Kette auf Kopf, Ball auf Rücken?
Da der Kettenball den Treffer verursacht und dieser an einer gültigen Trefferzone geschieht wäre das regelkonform getroffen.

Solange sich die Kette dabei nicht um Gesicht oder Hals gewickelt hat sehe ich da auch kein Problem :D
Es wird immer gerne mit der Spielrealität argumentiert, also sollte es kein Treffer sein.
Bevor nun jeder Kettenspieler seine Trinkflasche fallen lässt und sein Megafon greift nun auch die Begründung:

Wenn ein Q-Tip mich mit dem Griff am Kopf trifft und dann auf meine Schulter abrutscht würde ich es nicht als Treffer zählen (kommt selten bis gar nicht vor zum Glück)

Wenn ich eine Kette an den Kopf bekomme ist dieser Druckimpuls weitaus präsenter als dann der Ketteball auf den Rücken. Mir ist bewusst das es Juggerspieler gibt die innerhalb von einer 1/5 Sekunde in der beide Treffer erfolgen den Balltreffer immer noch seperat wahrnehmen können, doch leider trifft das nicht auf sehr viele Spieler zu.

Der Schiedsrichter wäre hier die einzige neutrale Instanz welche einen Treffer ansagen könnte und wird bei solch einem Fall auch genug Schwierigkeiten haben.

Ich bin der Meinung das es kein Treffer sein sollte, da es das Spielgeschehen vereinfachen würde.
2. Soll ein wie auch immer umgeleiteter Ball weiterhin gültige Treffer erzeugen können? (Usus: Ja)
Umgeleitete Bälle sollten weiterhin Treffer erzeugen können. Diese beiden Bewegungen im Spielgeschehen auseinanderhalten zu können halte ich für zu schwer.
3. Soll ein Spieler ab sein, wenn er von einer hinterhergeschleiften Kette getroffen wird (typischerweise ist K dabei auf der Flucht)? (RB sagt "Nein"; Meine Meinung: Ja klar! Grund: Streamlining).
Die bisherige Regelungen gestatten einen Treffer, wenn der Kettenspieler die Kette beim Ziehen in einer geschwungenen Bewegung hält. Generell bin ich für einen Treffer, auch wenn es mich persönlich immer nervt so einfach abgeschlagen zu werden ;)
Als Gegenspieler der Kette achte ich schon seit einiger Zeit darauf nicht auf die Kette zu treten :P
1. Soll der der Kettenspieler (K) "Quasi-pinnen" dürfen, indem er die Kette 1 cm hinter dem Ball greift und sich direkt an den inaktiven Spieler stellt? Soll er die Kette überhaupt so kurz greifen dürfen? RB: Ja. Von den Juggerspielern gewünscht? Ich glaube eher nein.
Schwieriges Thema. Die Kette so kurz zu greifen ist erlaubt und sollte auch weiterhin erlaubt bleiben, alles andere würde sich negativ auf den Spielfluss auswirken.
Der erste Gedanke, wäre warum sollte sie es nicht dürfen, wenn es andere Pompfer auch machen. Sie könnte so auch nur eine Person pinnen...
Der zweite Gedanke wäre, wenn ich als "Gepinnter" schnell genug reagiere könnte ich ein Doppel rausholen, was aber das Diskussionspotential wieder stark erhöhen würde.
Balancing wäre nur bedingt beeinträchtigt, da auch früher Ketten aus der Ferne gepint hatten.

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