[Praxistest] HH-Doppel

Diskussionen um das Regelwerk
Bruno
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[Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Bruno » Do 14. Nov 2013, 16:50

Da im Sommer das irische Doppel sehr viel getestet wurde und Momentan in der OWL das HH-Doppel als Regel gilt, wär ein langsames Feedback zum HH-Doppel Sinnvoll.
Welche Vorteile bringt es mit und welche Probleme treten auf?

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Antragon
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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Antragon » Do 14. Nov 2013, 20:24

Ich persönlich fand das HH-Doppel sehr verwirrend... weder ist es ein klares "wer zu erst trifft hat gewonnen, wenn man es nicht unterscheiden kann gehen beide runter" noch ein Doppel innerhalb der selben Schlagbewegung sofern diese nicht viel zu lange dauert. Ich sehe einfach keinen Vorteil des HH Doppels - insbesondere da es keine klaren, intuitiven Grenzen (gleichzeitig/selbe Schlagbewegung) gibt.

Als Argument wurde ja teilweise genannt, dass manche Spieler beim irischen Doppel zu selten runter gehen, da sie glauben einen winzigen Bruchteil schneller gewesen zu sein, obwohl dies nicht der Fall war... beim HH-Doppel ist diese Grenze aber einfach nur nach hinten verschoben und nicht wirklich klarer. Der bessere Weg wäre meiner Meinung nach den Leuten klar zu machen, dass man beim irischen Doppel immer runter gehen sollte wenn man nur "sehr wahrscheinlich" zuerst getroffen hat, es aber fast gleichzeitig war.
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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Linus » Do 14. Nov 2013, 21:37

Zuerst einmal: Ich habe das HH-Doppel noch nicht in einem Turnierspiel genutzt sondern nur beim Training.

Bislang kann ich Antragon aber nur zustimmen. Die Doppel-Interpretation beim HH-Doppel erscheint mir zu willkürlich und dadurch dem Gefühl eines jeden Spielers selbst überlassen. Ich wusste nie wo das Hamburger Doppel aufhört.

Wenn 5 Leute still für sich 10 Sekunden abzählen sollen und dann "Stopp" rufen, würde man glaube ich 5 unterschiedliche Zeiten bekommen.
Entsprechend interpretiert meiner Ansicht nach jeder die Zeitbeschränkung des Hamburger Doppels anders.
Und dabei werden gute Teams das unter Druck eher für sich auslegen und schwache Teams gegen sich.

Aber... das ist meine jetzige Meinung. Vlt benötige ich eifnach mehr Gewöhnung und das alles is nur Moserei

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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Pukinn » Fr 15. Nov 2013, 06:54

Linus hat geschrieben:Wenn 5 Leute still für sich 10 Sekunden abzählen sollen und dann "Stopp" rufen, würde man glaube ich 5 unterschiedliche Zeiten bekommen.
Entsprechend interpretiert meiner Ansicht nach jeder die Zeitbeschränkung des Hamburger Doppels anders.
Und dabei werden gute Teams das unter Druck eher für sich auslegen und schwache Teams gegen sich.
Exakt so kann man auch gegen das deutsche Doppel argumentieren. Das einzig ware scheint irisch zu sein :P

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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Rigor_Tobi » Fr 15. Nov 2013, 15:02

Also der eigentlich Vorteil gegenüber dem Irischen wurde bereits erwähnt: Das "ich hab den Bruchteil der Sekunde gesehen, dass ich früher getroffen habe, also bin ich weiter" Phänomen ist ausgemerzt. Ich sehe ein, dass viele ihre Probleme damit haben, ab wann es kein Doppel mehr sein soll .....Ich persönlich habe damit nicht so viel Schwierigkeiten, weil ein weit ausgeholter Schlag für mich erkennbar ist. Auch wenn ein Spieler den Gegner im Augenwinkel sieht und dann zur Seite schwinkt, ist es meistens kein Doppel mehr .....aber es stimmt trotzdem, die Definition ist schwer fassbar, mit mehr Argumenten als "Gefühl und Erfahrung" kann ich es auch nicht besser erklären.

Alles in allem habe ich bisher eher positive Erfahrungen mit dem HH-Doppel gemacht.
Arjen hat die Nr. 11 gesegnet!!!!

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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Antragon » Fr 15. Nov 2013, 16:44

Pukinn hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Wenn 5 Leute still für sich 10 Sekunden abzählen sollen und dann "Stopp" rufen, würde man glaube ich 5 unterschiedliche Zeiten bekommen.
Entsprechend interpretiert meiner Ansicht nach jeder die Zeitbeschränkung des Hamburger Doppels anders.
Und dabei werden gute Teams das unter Druck eher für sich auslegen und schwache Teams gegen sich.
Exakt so kann man auch gegen das deutsche Doppel argumentieren. Das einzig ware scheint irisch zu sein :P
Nein. Beim deutschen Doppel liegt der Fokus nicht auf der Zeit, sondern auf der Schlagbewegung. Damit meine ich, dass es nur in sehr wenigen Ausnahmefällen noch um die halbe Sekunde geht, sondern meistens nur darum ob es noch die selbe Schlagbewegung ist.

Beim HH-Doppel muss man jetzt zusätzlich zur gleichen Schlagbewegung auch noch auf die Zeit achten. Man hat quasi die doppelte Chance sich zu irren. ;-)
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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Grinzold » Fr 15. Nov 2013, 18:10

Antragon hat geschrieben:...
Beim HH-Doppel muss man jetzt zusätzlich zur gleichen Schlagbewegung auch noch auf die Zeit achten. Man hat quasi die doppelte Chance sich zu irren. ;-)
Die Schlagbewegung ist völlig egal, es zählt nur die Zeit, und beim konventionellen Doppel gibts die Diskusion ob ein Schlag noch in der Bewegung war auch recht oft. Dort ist es wie Pukinn sagte genauso gut von der Interpretation der Spieler, und oft der begleitenden Spielbeobachter, abhängig ob ein Schlag bereits angesetzt war oder nicht.

Einen großen Vorteil den ich bei Hamburger und der Irischen Doppelregelung sehe, ist folgender: Gute pompferische Leistung wird belohnt, da stumpfes Rausdoppeln sehr schwer bis unmöglich ist.
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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von {Peter} » Fr 15. Nov 2013, 19:09

Ich finde es ja bezeichnend, dass zu einem Thema wo groß Praxistest drüber steht und eine bestimmte Gruppe von Leuten angesprochen wird (OWL-Spielenden) sich als erstes Personen zu Worte melden, die weder angesprochen sind, noch dann thematisch passend agieren.

Die Aussagen:
Lässt sich klar Definieren. & Nicht ganz klar in der praktischen Anwendung (aka. "schwammig").
lassen sich übrigens auf alle 3 Doppelregelungen anwenden. Das Ergebnis ist nur immer etwas verschieden.
Das bei den Doppeln gewisse Wahrnehmungsgrenzen "nicht wirklich klarer" werden,... vielleicht müssen wir uns daran gewöhnen.
Über Graduierungen lässt es sich nun streiten. Dafür sollte man eventuell praxisrelevante (und erlebte) Überlegungen und Begründungen anziehen.

@Antragon:
Das du vielleicht vom bis dato immer gespielten deutschen Doppel mal vor (letztmöglich) 1,5 Jahren beim Hamburger Turnier ein anderes Doppel spielen musst und dann verwirrt bist scheint nicht weiter verwunderlich. Viele Mannschaften die dieses Jahr auf die Deutsche Meisterschaft gekommen sind und noch nie vorher das irische Doppel gespielt haben waren, gelinde gesagt auch etwas verwirrt.
Ich halte das aber nicht für ein gutes Kriterium im über praxistaugliches für und wider zu reden.


..
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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Evil_Cheese » Fr 15. Nov 2013, 19:36

Ich habe die Erfahrung gemacht das es bei jedem Doppel Umstellungsschwierigkeiten am Anfang gibt, die sich aber immer nach 2-3 Wochen Übung legen. Egal ob irisch, HH oder deutsch, alles Gewöhnungssache! Wesentlich mehr Debatten sind mir nicht aufgefallen, nur das die Unsicherheit des irischen wegfällt. ("war das jetzt noch irisch?")

Persönlich gefällt mir das HH-Doppel sehr gut, wie Grinse schon sagte lohnt es sich Duelle auszufechten da man weder leicht weggedoppelt werden kann noch der gewinnt der am schnellsten&lautesten zuhaut. Gerade das Spiel gegen die Kette gewinnt viel Reiz, auch hier wird es signifikant schwerer die Kette einfach rauszudoppeln (geht immernoch, muss man aber kräftig üben), ich bin aber auch nicht gezwungen super Aggressiv reinzugehen im irgendwie vor dem anderen zuzuschlagen. Für mich trifft das HH-Doppel einen sehr schönen Mittelweg zwischen den Vorteilen des deutschen&irischen.


@Peter: Antragen hat in Cottbus beim OWL-Spieltag mitgespielt ;-)

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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von {Peter} » Fr 15. Nov 2013, 20:08

Evil_Cheese hat geschrieben:@Peter: Antragen hat in Cottbus beim OWL-Spieltag mitgespielt ;-)
:shock: My bad.
Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.
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