[Praxistest] HH-Doppel

Diskussionen um das Regelwerk
Rob
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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Rob » Fr 22. Aug 2014, 18:00

Variante b) "Wenn man sich nicht einigen kann, müssen beide knien."
Hier ist fragwürdig ob man das so handeln möchte. Und wenn man es so löst zerstört man eigentlich wieder seine Regel, indem man zugibt, dass es nicht immer klar ist wer "klar zuerst getroffen" hat.

Das führt für mich dazu, dass ich sagen muss, dass auch euer aktuelles Irisches Doppel "schwammig" in der Einschätzung von 'gleichzeitig' ist.
Das trifft doch min genaus stark auf das Hamburger zu: Die zeitspanne von 0,5sec (oder dem abschätzen ob es jetzt innerhalb der Klatsch-Spanne war) ist für einen spieler mindestens so schlecht zu erfassen wie der Tatbestand der Gleichzeitigkeit und mithin genau so schwammig.


Um zurück zum Threadthema Praxistest zu kommen: Wie fandet ihr denn das (schnelle) Irische Doppel das dieses Jahr beim Hamburger Turnier gespielt wurde? Gab es da von eurer seite viele Probleme mit 'Erster'-Rufern?

Ich hatte den Eindruck dass es sehr konfliktarm verlief.



Außerdem sprech ich mich dafür aus das Thema Doppelreglung nach dem Ende der Season/der DM noch mal auf den Tisch zu bringen und verschiedene Resümees aus unterschiedlichen Gebieten der Republik und von unterschiedlich leistungsstarken Teams einzuholen. Daran könnte man eventuell noch eine Abstimmung anschließen.
Wir haben dann zwei jahre Praxiserfahrung hinter uns. Das sollte doch für einen ersten Praxistest doch erst mal reichen, oder?

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{Peter}
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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von {Peter} » Fr 22. Aug 2014, 18:53

Rob hat geschrieben:Das trifft doch min genaus stark auf das Hamburger zu: Die zeitspanne von 0,5sec (oder dem abschätzen ob es jetzt innerhalb der Klatsch-Spanne war) ist für einen spieler mindestens so schlecht zu erfassen wie der Tatbestand der Gleichzeitigkeit und mithin genau so schwammig
Klar *schmunzeln*
Und es hat auch noch nie einer was anderes behauptet.

Das einzige was man hier sagen kann vom Deutschen zum HH Doppel ist, dass durch die kürzere Spanne bei gleicher % Schwankung um diesen Wert der "Fehler" beim HH kleiner ausfallen würde (oder?).
Aber schwammig bleibt es. Und ich kann damit leben.
Ich mag aber nicht wenn man sagt "meins löst alle Probleme" und tut es aber nicht. Das wäre meine "Kritik".

Ich habe es schon früher betont: aus meiner Sicht haben hier alle 3 Doppel das gleiche Problem. Also brauch man Sie nicht dahingehend vergleichen.
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Antragon
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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Antragon » Fr 22. Aug 2014, 20:31

{Peter} hat geschrieben:Das einzige was man hier sagen kann vom Deutschen zum HH Doppel ist, dass durch die kürzere Spanne bei gleicher % Schwankung um diesen Wert der "Fehler" beim HH kleiner ausfallen würde (oder?).
Nein, beim deutschen Doppel gibt es diese Unsicherheit faktisch gar nicht, da in fast allen Fällen erst die Begrenzung "gleiche Schlagbewegung" eintritt. Da beim hamburger Doppel jedoch die zeitliche Toleranz reduziert wurde, spielt die selbe Schlagbewegung oft nur noch eine untergeordnete Rolle und man muss primär darauf achten, dass der noch laufende Angriff nicht zu lange dauert.

Um ehrlich zu sein vereint das (langsame) hamburger Doppel eher die Nachteile beider Varianten (deutsch und irisch), als dass es einen "Kompromiss" darstellt. Die Schwammigkeit in der Entscheidung wurde einfach maximiert... ^^
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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von FähnleinFieselshweif » Mo 25. Aug 2014, 19:25

Also was den zeitlichen Faktor beim Deutschen Doppel angeht, muss ich Antrogon zustimmen, da spielt die HALBESEKUNDE kaum keine Rolle. Da in der Regel die "gleiche Schlagbewegung" der ausschliessende Faktor ist und nicht die verstreichende zeit vom ersten Treffer.
Nur leider ist die Auffassung der gleichen Schlagbewegung auch immer wieder Diskussionspunkt aufm Spielfeld sobald es um etwas geht. (Nachschlagen/ bzw die Angriffsbewegung war einfach nur nicht für den Aussenstehenden/Gegenspieler schon erkennbar)

Das ursprüngliche Hamburger Doppel, wie Siggi schon mal klar gestellt hat, am ehesten mit einen irischen mit Toleranzbereich zu beschreiben wäre, fand ich das damals beim erst Kontakt Juggern ziemlich intuitiv. Auch wenn es einen von Leuten wie Pierre mit Klatschen erklärt wurde und nicht sauber mit Zahlen etc formuliert und niedergelegt war.
Sprich ich finde es einfach gut zu spielen.

Im Gegensatz zu dem null Toleranz (irischen) Doppel, welches ich als Spieler schon häufig schwierig finde bei engen Duellen zu entscheiden. Bereitet es mir als Schiri noch mehr Probleme eine klare aussage zutreffen, als einen kleinen zeitlichen Intervall abzuschätzen. Aber sowas ist, wie hier schon häufig angeführt, alles ne subjektive Sache.

Genauso wie die Einschätzung, das die pompfen Duelle, ob mit sehr kurzen oder null toleranz Doppel, schöner und technischer geworden sind und das stumpfe reingedoppel, gerade von Stechpompfen, sich verringert hat.

Fazit egal welchen Namen das Kind nachher trägt ich hoffe es geht vom deutschen Doppel weg, zu einem sehr sehr kurzen Doppel.

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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Lex » Do 4. Sep 2014, 00:13

Bremen trainiert seit dem Sommer mit dem Hamburger Doppel (oder zumindest das, was wir dafür halten.) Auf Turnieren haben wir bisher wenig Erfahrungen damit gemacht, da wir letzte Saison mit Ausnahme der DM nur das Deutsche Doppel gespielt haben. Diese Saison hatten wir Jena, Bochum und Wuppertal mit dem Hamburger Doppel, welche sich für mich irgendwie alle anders angefühlt haben. Vielleicht fehlt da noch die Gewöhnung oder dieses Einspielen, wovon hier schon die Rede war, aber zufrieden bin ich mit der Entwicklung so für mich noch nicht. In Jena kam ich mit dem Doppel noch besser zurecht, wenn ich mich richtig erinnere, aber im Laufe der Zeit ging es gefühlt wieder mehr ins Irische über (also weniger Toleranz). Hängt natürlich auch von dem Gegner und seinen Erfahrungen ab.

Inzwischen bin ich dazu übergegangen, die Leute eher mal hochzuschicken, obwohl ich das vielleicht gar nicht müsste. Zumindest hatte ich wenigstens drei Situationen in Wuppertal, in der mein Gegenspieler bzw. der Schiedsrichter überrascht war.
Wie gesagt, vielleicht liegts an meiner begrenzten Erfahrung mit dem Doppel, dass mir da noch das Gefühl fehlt oder es geht nach einer gewissen Etablierung wirklich noch ein Stück in die Richtung kleinere Toleranz. Was ich auf jeden Fall gut gegenüber dem Deutschen Doppel finde, dass die Situation "ich laufe von hinten auf den Gegner zu, schlage ihn ab und er dreht sich im letzten Moment, um mich ebenfalls abzuschlagen" viel viel seltener vorkommt. Aber ob ich den Rest so viel schneller brauche, weiß ich nicht.
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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Rob » Do 4. Sep 2014, 10:47

Auf der Berliner Meisterschaft wurde imo auch ein sehr schnelles Hamburger Doppel gespielt. Der Übergang zum irischen ist dann irgendwann wirklich fließend.

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Re: [Praxistest] HH-Doppel

Beitrag von Simba » Do 4. Sep 2014, 11:11

Rob hat geschrieben:Auf der Berliner Meisterschaft wurde imo auch ein sehr schnelles Hamburger Doppel gespielt. Der Übergang zum irischen ist dann irgendwann wirklich fließend.
Auf den Berlin Masters war das Hamburger Doppel mMn sehr langsam. Nichtmal ansatzweise am Irischen Doppel dran.
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