[Meinungsbild] flexible Pompfen

Diskussionen um das Regelwerk
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{Peter}
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Re: [Meinungsbild] flexible Pompfen

Beitrag von {Peter} » Sa 10. Feb 2018, 21:27

JÄNS hat geschrieben:
Sa 10. Feb 2018, 20:58
Ich vermute Richard wollte mit der Frage darauf hinaus...
Ohne jetzt pöbeln zu wollen ( - wirklich nicht - klingt jetzt aber trotzdem nicht so nett):
Meinem Empfinden nach wollte Richard auf irgendeine von ihm gefühlte Ungerechtigkeit hinaus, die dann mit "kinderhaftem" (in Ermangelung eines besseren Wortes) Verhalten wie folgt provoziert wird:
Ich suche mir irgendeine (andere) Lücke und provoziere - durch Extremisierung - ein zu erwartendes Abwehrverhalten.
Und alles in der erwarteten Hoffnung, dass so der "Provozierte" seine eigene "Unlogik" in dem anderen Fall (und hier kommt die große Annahme: Wir müssen alles gleichartig betrachten/behandeln/haben wollen) "einsieht".

Meiner Erfahrung nach läuft es aber meist auf folgendes hinaus: ein bewusst oder unbewusst mit freiheitlichen Spielräumen versehener Bereich wird stark reglementiert und traditionell werden "vernünfte" Randerscheinungen, die man sonst mit Auge zudrücken noch mitgenommen hätte, per Regelung ausgeschlossen.
Moral von der Geschichte: Mit diesem Verhalten gewinnt "ihr" (wer auch immer sich angesprochen fühlt) sowieso nicht.


Praktisches Beispiel - wobei es auch nur eine Vermutung von mir zu den kausalen Zusammenhängen darstellt:
Irgendwelche Hansels pochten so sehr auf ihren "Speeren" als reguläre LPs herum, dass anscheinend eine - in der Abstimmung dargestellte - Mehrheit der Meinung war ganz klar genau >das< zu verbieten.
Da wir aber nicht sagen wollen (wieso auch immer): Wir verbieten genau >das<, finden wir "generellere" Beschreibungen, die eigentlich ja auch vernünftig sind. Nun ist der Otonormalabstimmer (meine persönliche Meinung) aber in seiner Betrachtung meist weniger generell unterwegs, sondern meist "spezifisch", d.h. er wählt die Option, die seiner Meinung nach genau das untermauert, was er haben will, hier: Unmöglichkeit der konformen Nutzung von "Speeren" als LPs. Die möglichen Kollateralschäden sind dabei nicht in Betrachtung, wenn man dafür nicht gerade viel Lobbyarbeit betreibt.
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Re: [Meinungsbild] flexible Pompfen

Beitrag von JÄNS » So 11. Feb 2018, 15:09

Äh dein erster Absatz ist ja doch nur gepöbel mit dem relevanten Inhalt, dass du auch glaubst, dass es darum ging eine "Speer"-LP oder sowas zu ermöglichen....

Zu den anderen beiden Ansätzen:
Genau diese Leute machen ja ( bis zur jeweiligen Regelwahl) überhaupt erst auf Regellücken oder ungeklärte Verhältnisse aufmerksam, so dass man schön den Communitywillen darüber erfassen und Lücken im RW schließen kann. So ist das ja mit der LP und dem Stab jetzt auch gewesen.
"Ich aber sage euch Stäbe soll man werfen dürfen, denn wahrlich Qtipps sind gefährlicher" (R)ich(ard)

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Re: [Meinungsbild] flexible Pompfen

Beitrag von Becko » So 11. Feb 2018, 15:21

{Peter} hat geschrieben:
Sa 10. Feb 2018, 21:27
Ohne jetzt pöbeln zu wollen ( - wirklich nicht - klingt jetzt aber trotzdem nicht so nett):
Meinem Empfinden nach wollte Richard auf irgendeine von ihm gefühlte Ungerechtigkeit hinaus, die dann mit "kinderhaftem" (in Ermangelung eines besseren Wortes) Verhalten wie folgt provoziert wird:
Ich suche mir irgendeine (andere) Lücke und provoziere - durch Extremisierung - ein zu erwartendes Abwehrverhalten.
Und alles in der erwarteten Hoffnung, dass so der "Provozierte" seine eigene "Unlogik" in dem anderen Fall (und hier kommt die große Annahme: Wir müssen alles gleichartig betrachten/behandeln/haben wollen) "einsieht".

Meiner Erfahrung nach läuft es aber meist auf folgendes hinaus: ein bewusst oder unbewusst mit freiheitlichen Spielräumen versehener Bereich wird stark reglementiert und traditionell werden "vernünfte" Randerscheinungen, die man sonst mit Auge zudrücken noch mitgenommen hätte, per Regelung ausgeschlossen.
Moral von der Geschichte: Mit diesem Verhalten gewinnt "ihr" (wer auch immer sich angesprochen fühlt) sowieso nicht.
Welcome to the internet ;)

Bevor hier irgendeine nebulöse Diskussion eskaliert...
* Es gab in der Geschichte immer wieder sogenannte Wabbelpompfen - die waren/sind nervig/interresant/aufregend, weil erstmal unbekanntes/unerwartetes Verhalten und dadurch im ersten Moment vergleichsweise "stark" -> keine dieser Pompfen wurden dauerhaft bespielt oder effektiv im Turnierbetrieb eingesetzt (soweit ich weiß)
* Wenn jemand ne neue Variante der Wabbelpompfe ausprobieren will kann er das gerne machen (und nicht nur hypothetisch im Forum rumtönen) einziges Kriterium: Die Pompfe muss zu jedem Zeitpunkt sicher sein. (siehe Regelwerk :) )
* Unter der genannten Bedingung dürfen auch gerne "Extrema" ausprobiert werden, wobei ich ersthaft zweifel, dass die irgendwie spielerisch sinnvoll einsetzbar sind (aber wenn Spass bringt warum nicht)

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Re: [Meinungsbild] flexible Pompfen

Beitrag von Token » Mo 12. Feb 2018, 08:16

Um auf die Eigentliche Frage zu antworten (meine Meinung):
Die Pompfe muss ein Kern haben.
Sollte sich nicht weiter als 90° biegen lassen.
Knickstellen sind zu vermeiden.

Ich habe gute Erfahrung mit 10mm GFK Rohr.

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Re: [Meinungsbild] flexible Pompfen

Beitrag von Ein Uhu » Mo 12. Feb 2018, 10:00

{Peter} hat geschrieben:
Sa 10. Feb 2018, 21:27
Meiner Erfahrung nach läuft es aber meist auf folgendes hinaus: ein bewusst oder unbewusst mit freiheitlichen Spielräumen versehener Bereich wird stark reglementiert und traditionell werden "vernünfte" Randerscheinungen, die man sonst mit Auge zudrücken noch mitgenommen hätte, per Regelung ausgeschlossen.
Moral von der Geschichte: Mit diesem Verhalten gewinnt "ihr" (wer auch immer sich angesprochen fühlt) sowieso nicht.
Ja, das ist das alte Problem, das ich schon im alten Regel-Kommentar zum Thema "Regelfüchse" thematisiert hatte.
Natürlich kann man alle nur denkbaren Lücken suchen, sich dann auf eine solche Lücke berufen und versuchen, eine absurde Sache durchzusetzen. Nach meinem Gefühl geschieht das oft gar nicht, weil die betreffende Person das wirklich umsetzen möchte, sondern weil sie sich berufen fühlt, diese vorgebliche Regellücke zu schließen. Theoretisieren um des Prinzips willen, sozusagen. Das ist an dieser Stelle wohlgemerkt nicht an den Threadstarter selber gerichtet, der seinen Vorschlag ja praktisch umsetzen will.
Und damit landen wir bei dem tausend-Seiten-Gesetzbuch, in dem alles und jedes bis ins kleinste Detail vorgeschrieben ist. Herrschaft der Bürokraten sozusagen. Meines Erachtens läuft das einem offenen und verständigen Sport zuwider, dürfte aber eben eine Eigenart des Internet sein.
Zugleich ist das allerdings eine Diskussion, die ggf. an anderem Ort in einem entsprechenden Thread weitergeführt werden sollte, wenn das Interesse daran besteht.

Zum Thema: Nach meinem Verständnis haben Kernstabpompfen eben feste Kerne, nur die Kette ist flexibel. Wenn jemand bei "meinem" Turnier mit einer Peitschen-/Wabbelpompfe auftaucht, würde ich sie grundsätzlich nicht zulassen, es aber dem Spieler freistellen, das jeweilige Gegnerteam um Erlaubnis zu fragen.
Wenn's für alle okay ist, gibt's keinen Grund, das zu verbieten –- sofern kein offensichtliches Sicherheitsrisiko damit verbunden ist.
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Re: [Meinungsbild] flexible Pompfen

Beitrag von ich » Mo 12. Feb 2018, 12:08

JÄNS hat geschrieben:
Sa 10. Feb 2018, 20:58
Untitled 2.jpg
Ein Hinweis zum Bild: bei Bild 3 handelt es sich um ein Archivphoto.

Abgesehen davon ging es mir aber tatsächlich darum auszuloten in wie weit ich mir einen QTip so anzupassen, dass man ihn fast wie eine LP spielen kann. Wenn Peter das kinderhaft findet ist das sein gutes Recht, genauso wie die "Ungerechtigkeit" in dem Sinne gefühlt ist, dass ich mich (und andere Spieler im gleichen Maße) ungerecht behandelt fühle. Meine Reaktion neu zu überdenken welche Pompfengattung ich spielen möchte sehe ich aber dennoch als "kompetitiv" an. Mir geht es nicht darum die Regeln beüzglich flexibler Pompfen zu ändern, sondern für mich eine gute Pompfe zu bauen die auf Turnieren akzeptiert wird. Unter meinen Vorschlägen zur Bauart waren ja auch schon verschiedene Materialien dabei, die ich durchaus als Kern bezeichnen würde, weil hart.
Viele konstruktive Beiträge zu entsprechenden Pompfen in der Vergangenheit und Meinungen zu neuen Pompfeneigenschaften waren hier auch dabei, danke schonmal dafür!
Ach! Hans, run! It's the JÄNS!

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Re: [Meinungsbild] flexible Pompfen

Beitrag von {Peter} » Mo 12. Feb 2018, 13:48

JÄNS hat geschrieben:
So 11. Feb 2018, 15:09
Äh dein erster Absatz ist ja doch nur gepöbel mit dem relevanten Inhalt, dass du auch glaubst, dass es darum ging eine "Speer"-LP oder sowas zu ermöglichen....
Deswegen der Disclaimer.
Aus meiner Sicht war das ziel nicht das Pöbeln, denn nur unter der dargestellten Annahme empfinde ich die Handlung als "kinderhaft", wobei "kinderhaft" mehr eine Assoziation wecken soll, als jemanden auf das Niveau von Kinder zu attributieren.
Die Handlung selbst (also Richards Frage) war okay, wenn Sie genau zum Zweck hat wonach gefragt wird. - Und hier hat er ja netterweise auch schon präzisiert.
So darf ich also froh sein, dass nicht alle meine Empfindungen zutreffen.

Hatte halt weder Zeit noch Lust meine Empfindungen in politisch passendere Worte zu vermalen, denn wenn ich eins von Siggi gelernt habe, dann das die Axt besser eine Linie zieht als die Feder ;)
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