Uhus neues Juggerbuch: Es ist eingetroffen!

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Becko
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Re: Uhus neues Juggerbuch: Es ist eingetroffen!

Beitrag von Becko » Di 1. Apr 2014, 16:03

Kurze Antwort: Ja, wird so gespielt.

Lange Antwort: Prinzipiell hast du recht. Die Wege sind länger und wenn nicht alle im Team genau wissen was sie tuen müssen, dann geht es schief. Je komplizierte ein Tausch, desto unwahrscheinlicher, dass er sauber durchgeht und alle Spieler dann in einer Linie stehen. Ziel ist es dabei nicht am Jugg zu sein, sondern den Spielzug so anzugehen, wie es für das Team am effektivsten ist.

Der Vorteil: Das Spiel wird dynamischer und diese Dynamik geht zugunsten der dynamischer agierenderen Teams. Wenn ein Team wechselt kann das andere Team seinen Spielplan für den Zug nicht wie gewünscht durchziehen - taktischer Vorteil. Natürlich gibt es dann Konter-Spielpläne: Wenn der auf die Position wechselt, dann wechselst du dahin, usw. Je komplizierter ein Wechsel ist, desto unwahrscheinlicher werden gelungene Konter-Pläne.

Typisches Beispiel: Team 1 hat ne gute Kette, aber Team 2 nen Spitzen Anti-Ketten Mann. Also wünscht Team 1 sich, dass die Kette nicht gegen die Anti-Kete steht - Team 2 das Gegenteil. Natürlich werden beide Teams versuchen in der Anfangsaufstellung ihre bevorzugte Position herstellen, aber es gibt da halt den Konflikt. Wechselt Team 1 im Anlaufen werden die Karten neu gemischt - zugunsten der wechselnden Partei. Wechselt das andere Team mit, dann ist der Vorteil weg. Handelt es sich um nen komplizierten Wechsel ist es weniger wahrscheinlich, dass die Gegner mitwechseln.

Spieletheorie: Es gibt zwei konkurrierende Ziele: Positionsvorteil gegenüber dem Gegner und Umsetzbarkeit. Am zweiten Ziel kann man mit viel Training arbeiten. Am ersten mit viel Plannung. Wie oft und wie kompliziert ein Team Wechsel-Taktiken einsetzt hängt dann von dem spezifischen Equilibrium ab, welches das Team leisten kann.

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