JAGS Leitfaden zum Pompfencheck

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Pukinn
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JAGS Leitfaden zum Pompfencheck

Beitrag von Pukinn » Mo 13. Jun 2016, 12:48

Hallo Leute,

nach langer Zeit darf ich euch jetzt den in seiner ersten Version fertigen Leitfaden zum Pompfencheck vorstellen. Die Jugger-Arbeitsgruppe-Süd hat sich zu dem Thema viele Gedanken gemacht und einen Vorschlag ausgearbeitet, wie wir auf einen gemeinsamen Nenner beim Pompfencheck kommen können.

Vorraussichtlich wird auf der DM nach diesem Leitfaden geprüft. Es wäre also super wenn ihr ihn bis dahin noch anwenden und erproben würdet!

Leitfaden zum Pompfencheck

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Re: JAGS Leitfaden zum Pompfencheck

Beitrag von Becko » Mo 13. Jun 2016, 14:47

:hula: Hübsch. Kann man mit arbeiten. :hula:

Gibt es einen Grund weshalb ihr für die Schlagfläche eine Lehre eingebaut habt, aber nicht analog gleich noch eine für die Stechspitze?

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Re: JAGS Leitfaden zum Pompfencheck

Beitrag von Pukinn » Mo 13. Jun 2016, 15:19

Die gibt es. Beim PDF-Export scheint was schief gegangen zu sein. Ich habs nochmal rauf geladen, die lustige Faltschablone (Prüflehre Schlagflächenende) ist jetzt enhalten ;)

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Re: JAGS Leitfaden zum Pompfencheck

Beitrag von Bruno » Do 16. Jun 2016, 00:00

Es gibt zwei Punkte die mich stark stören und womit ich nicht einverstanden wäre, wenn so auf der DM gecheckt werden würde.

Erstens ist es der Toleranzbereich bei der maximalen Reichweite, als auch bei der Stechspitze. 1cm bzw. 2cm, für die maximale Reichweite, sind meiner Meinung nach viel zu viel. Auch verstehe ich nicht wirklich wieso man einen Toleranzbereich dafür braucht. Wenn eine Pompfe zulang ist, kann man sie immer noch kürzen. Das Argument der Baufungenauigkeiten, sollte man an der Stelle nicht gelten lassen. Wenn ich nicht genau bauen kann, dann muss ich sie kürzer bauen. Dann kommt noch das Argument der Temperatur, welche Schwankungen treten dabei in der Regeln bei Pompfen auf? bestimmt nichts im cm Bereich. Das Verschleiß Argument sollte nicht als Argument für einen Toleranzbereich herhalten, sondern eher darauf hin deuten, das man eine Pompfe besser pflegen sollte und gegebenenfalls repariert.

Auch für den Durchmesser der Stechspitze würde ich keinen Toleranzbereich festlegen, es wurde nicht umsonst darüber abgestimmt welchen Mindestdurchmesser sie haben soll.

der zweite Punkte bertifft die Griffabgrenzung. Ich verstehe nicht wieso an dieser Stelle neue Regelungen zum Pompfenbau eingeführt werden sollen. Alle Nahpompfen haben eine natürliche Abgrenzung zum Griff, da der Mindestdurchmesser bei 6 cm liegt (auch das wurde Abgestimmt und sollte nicht geändert werden!). Die einzige ausnahme dafür ist der Übergang vom mittleren Griff des Stabs zur Manschette. Das wird dort keine Polsterbeschränkung haben, wurde oft genug in den Regelabstimmungen diskurtiert. Dies jetzt mit einer neuen Regelung für den Pompfencheck wieder zu ändern wirk für mich als ob jemand mit der neuen Handregelung unzufrieden ist und sie auf anderen Wege ändern möchte.
Auch sollte die DM nicht als Druckmittel genutzt werden um neue Regeln durch zu bringen.

Ansonsten liest sich der Leitfaden sehr gut.

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Re: JAGS Leitfaden zum Pompfencheck

Beitrag von Pukinn » Do 16. Jun 2016, 09:34

Hallo, erstmal danke fürs durcharbeiten!

Vorneweg will ich dir versichern, dass die Anwendung auf der DM keineswegs als Druckmittel gedacht ist. Die JAGS hat in keiner Form Einfluss auf die DM genommen und wird es auch nicht tun. Ich schreibe im Eingangspost "vorraussichtlich", weil ich von den Veranstaltern weiß, dass sie es machen wollen, es aber noch keine richtige offizielle Ankündigung dazu gibt. Ich weiß auch nicht ob er vollständig umgesetzt wird oder mit kleinen Anpassungen. Das ist wie bei allen anderen Turnieren auch allein die Entscheidung des Veranstalters und gewiss nicht unsere. Die JAGS versteht sich als Organ das Vorschläge entwirft, die dann von den Teams genutzt werden können.

Zum Toleranzbereich:
Wir haben innerhalb der JAGS viel darüber diskurtiert und auch im Forum ist die Diskussion um die Toleranz immer wieder in verschiedenen Themen aufgekommen. Mein Eindruck dabei und nach meiner Erfahrung auf Turnieren wird sehr Häufig eine Toleranz zwischen 0,5 und 1,0 cm angewendet. Zum Süden hin wahrscheinlich mehr als im Norden. Dementsprechend gibt es viele Pompfen, die bei Null-Toleranz dann Aussortiert werden. Der Gedanke dahinter war weniger die Unfähigkeit der Leute genaue Pompfen zu bauen. Wir wollen aber, dass der Leitfaden auch angenommen wird.
Die Themperaturschwankung ist bei Pompfen durchaus nicht besonders ausschlaggebend, da sind wir im Extremfall vielleicht bei 2 mm. Bei Nylonketten sieht es schon etwas anders aus. Bei 20° C Themperaturunterschied (vll. bei 15° im Keller gebaut, Kette liegt vorm Pompfencheck in der prallen Sonne) können es bis zu 7 mm sein.
Bei der Diskussion um den Stechspitzen-Durchmesser meine ich mich daran zu erinnern, dass der ursprüngliche Vorschlag die Verkleinerung von 8 cm auf 6 cm war. Nach der Befürchtung, dass dann die 6 cm wieder mit Toleranz gemessen werden waren die Leute aber dann mit 7 cm recht zufrieden. Die Abstimmung in diese Richtung hat uns in diesem Gedanken dann bestätigt.


Zur Griffabgrenzung:
Du hast Recht, die einzige Relevanz hat diese Regelung für die Blockfläche. Bei den Schlagflächen schadet unsere Regelung aber auch nicht, weil sie da quasi immer automatisch eingehalten wird. Bei der Blockfläche ist im Regelwerk nur eine Manschette gefordert. Das kann man natürlich sehr unterschiedlich interpretieren. Um eine einheitliche Basis zu bekommen, war es unserer Meinung nach nötig diesen Punkt von Anfang an zu klären. Täten wir das nicht, ist ein doch recht ausschlaggebender Teil undefiniert: Wo messe ich die Reichweite des Stabs? Es gibt wohl zwei Möglichkeiten diesen zu behandeln:
a) Unsere Lösung: "Räumliche" Trennung, der Absatz
b) Optische Trennung
Variante a) ist meines Erachtens besser zu Prüfen. Sowohl von den Pompfencheckern, als auch von Schiedsrichtern und Gegenspielern um zu sehen wo der Griff anfängt.Ich denke man kann trotz diesem 1 cm Absatz auch relativ ergonomisch an der Polterung greifen und den Griff noch berühren.


Allgemein zum Leitfaden ist noch zu sagen: Er ist in seiner Version 1.0 erst auf einem Turnier angewendet worden, und zwar bei uns in Sulzbach, von mir, dem Hauptautor. In der Praxis in der weiten Juggerwelt muss er sich erst noch beweisen und es werden sicher noch einige Änderungen folgen. Aber dieses Dokument bildet die Grundlage auf der wir zu einem einheitlichen Check arbeiten können.

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Re: JAGS Leitfaden zum Pompfencheck

Beitrag von Tim » Do 16. Jun 2016, 18:59

Mir gefallen die grafischen Darstellungen und genauen Beschreibungen der einzelnen Vorgänge des Pompfenchecks, bspw. die des Überprüfens der Schlagflächenpolsterung sehr gut. Ebenfalls gut gefällt mir, dass der Leitfaden auf den End-Tip eingeht, auch wenn sich mir noch nicht ganz erschließt, warum man nur den hinteren teil des Griffes polstern soll (ich würde beim End-Tip Polsterung auf der gesamten Grifflänge fordern). Ich finde es auch gut, dass ihr Kopiervorlagen für die Messschablonen im Anhang mit drin habt.

Was mich allerdings, ähnlich wie Bruno, stört, sind die Toleranzen. Die sind mir an einigen Stellen zu hoch, vor allem bei der Schlagflächendicke. Gerade hier ist es relativ einfach, die Werte, die das Regelwerk vorgibt, einzuhalten, da so gut wie alle Baumaterialien, die dafür relevant sind, genormt sind. Sprich, man muss sich bei Isorohr oder Poolnudel einfach eine regelkonforme Dicke suchen (die Poolnudeln von Woolworth, die ich zum Bauen verwende, sind bspw. genau 6 cm dick - Check! :D :klatschen: ). Das ist finde ich nicht zu viel verlangt und dadurch werden die Pompfen auch nicht zwangsläufig tonnenschwer.
Abgesehen davon würde ich Toleranzen beim Pompfenheck niemals veröffentlichen, da dies nur Diskussionen forciert ("Meine Pompfe ist 1,1 cm zu lang, komm, lass die bitte noch durch! Weil ich's bin!).

Was man noch hinzufügen könnte (sorry falls ich es übersehen habe), sind Grundregeln für die Durchführung des Pompfenchecks. Bspw., dass man bei einer mangelhaften Pompfe alle Mängel auf einmal mitteilen sollte und nicht kleckerweise, sodass der Besitzer alles in einem Abwasch reparieren kann oder dass man den Pompfencheck möglichst in ruhiger Atmosphäre (also nicht neben der Grillmeute :D ) machen sollte, um Fehler durch Ablenkung oder unnötige Diskussionen zu vermeiden. Aber da hat sicherlich jeder seine eigenen Kniffe und Vorstellungen, wie's zu laufen hat.

Alles in Allem aber eine schöne Arbeit :winken:
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Re: JAGS Leitfaden zum Pompfencheck

Beitrag von Gnom » Do 16. Jun 2016, 21:55

Tim hat geschrieben:Ebenfalls gut gefällt mir, dass der Leitfaden auf den End-Tip eingeht, auch wenn sich mir noch nicht ganz erschließt, warum man nur den hinteren teil des Griffes polstern soll (ich würde beim End-Tip Polsterung auf der gesamten Grifflänge fordern).
Das geht auf ein JAGS-Treffen zurück, bei welcher wir eine Empfehlung für Turnierausrichter der Region aussprechen wollten, was die End-Tip Nutzung betrifft. Da der Q-Tipp duch die Schlagfläche 60 cm gepolstert ist, war das in unseren Augen eine ausreichende Vorgabe. Dies dient als temporäre Regelung, bis der träge Koloss des Regelwerkes dieses Thema bearbeitet hat (Wir werden daran arbeiten).

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Re: JAGS Leitfaden zum Pompfencheck

Beitrag von Pukinn » Fr 17. Jun 2016, 13:08

Danke auch dir Tim für die Kritik :)
Tim hat geschrieben:Abgesehen davon würde ich Toleranzen beim Pompfenheck niemals veröffentlichen, da dies nur Diskussionen forciert ("Meine Pompfe ist 1,1 cm zu lang, komm, lass die bitte noch durch! Weil ich's bin!).
Im Leitfaden steht explizit, dass diese Toleranzen fix sind. Dann kann keiner kommen und sagen "Die ist doch nur 0,1 cm länger als erlaubt!" - denn sie ist 1,1 cm länger als erlaubt und somit definitiv zu lang. Es wird nur 1 cm länger als erlaubt toleriert. Wenn ich auf exakte Regelwerksmaße checke und ich schmeisse den 200,1 cm Q-Tip raus, dann wirkt das dagegen schon sehr kleinlich. Ich sehe da also keine Gefahr.

Tim hat geschrieben:Was man noch hinzufügen könnte (sorry falls ich es übersehen habe), sind Grundregeln für die Durchführung des Pompfenchecks. Bspw., dass man bei einer mangelhaften Pompfe alle Mängel auf einmal mitteilen sollte und nicht kleckerweise, sodass der Besitzer alles in einem Abwasch reparieren kann oder dass man den Pompfencheck möglichst in ruhiger Atmosphäre (also nicht neben der Grillmeute :D ) machen sollte, um Fehler durch Ablenkung oder unnötige Diskussionen zu vermeiden.
Das war ursprünglich auch angedacht. Allerdings ist das jetzt zu Gunsten einer früheren Veröffentlichung erst einmal aus der ersten Version raus geflogen. Das wird vorraussichtlich in Zukunft als extra Dokument folgen, je nach dem wie viel da zusammen kommt ;)

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Re: JAGS Leitfaden zum Pompfencheck

Beitrag von Julius » So 19. Jun 2016, 21:44

Ist es so gewollt, dass die Schablonen am Ende einen cm kleiner sind, als das Regelwerk festschreibt (Toleranz oder so) oder habt ihr das verpasst? :pfeifen:

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Re: JAGS Leitfaden zum Pompfencheck

Beitrag von Pukinn » Mo 20. Jun 2016, 11:43

Beim aufmerksamen lesen des Leitfadens oder der vorherigen Posts wirst du feststellen, dass wir eine Tolernaz von 1 cm bei allen Nahpompfen vorschlagen ;)

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