Die Erbsünde verkürzter Stäbe

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Max V.
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Die Erbsünde verkürzter Stäbe

Beitrag von Max V. » Mi 6. Sep 2017, 11:35

Hallo zusammen,

Ich habe diese Saison mehrere Turniere erlebt, wo verkürzte Stäbe kategorisch ausgeschlossen waren. Das Thema Mindestmaße wird an der Regelfront bereits diskutiert, mir geht es aber erstmal um ein Verständnis und ich wollte die Diskussion nicht unnötig verwässern.

Es geht mir hierbei um Stäbe, wo die Länge der Griffflächen oder die der Fläche dazwischen (allgemein als Blockfläche bekannt) unter den Max.-Maßen liegen. Da verkürzte Schlagflächen direkt unter einen Sicherheitsaspekt fallen, will ich die außen vor lassen.

Konkret geht es um die Turniere Hannover, Wuppertal und das kommende Kieler Turnier, wenn ich die Aussage "7. Keine Verkürzungen der Pompfenlänge." richtig verstehe. Bei den vergangenen Turnieren konnten mir jeweils die Pompfenchecker keine Aussage geben, warum genau es diese Regelung gab. Ich wüsste gern was die Motivation der Verantwortlichen ist/war.

Max

Ps: Das gleiche könnte man natürlich auch für den Griff von LP, KP, und Q fragen, aber so baut ja niemand außerhalb von versehentlichen Abweichungen.
"[...] und präsentierte sich ihm mit einem Blick über die Schulter, den man wohl als schalkhaft erwartungsvoll bezeichnen musste."

Ricky
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Re: Die Erbsünde verkürzter Stäbe

Beitrag von Ricky » Mi 6. Sep 2017, 11:52

Subjektiver Eindruck: Leute haben Angst, dass man den Stab genauso schnell spielt wie eine Langpompfe.

Objektiver Eindruck: Es wurde als Argument gegen mehr als 5 cm verkürzte Stäbe bereits das Balancing benannt.
Für diese spricht das Argument "Aber dann hat der weniger Hebel".

Ja, ich kann einen Stab dadurch schneller spielen, mit mehr Drehungen und Wendungen.
Ja, ich verliere dadurch Hebelkraft.
Inwuefern sich das auf das Balancing allgemein auswirkt, kann ich nicht beurteilen.
Ich weiss allerdings, dass ich mit max Länge nicht mithalten kann, mit 1,65m allerdings schon.

Eine Möglichkeit ist, dass der Stab mit 1,80 grundsätzlich nicht mehr zeitgemäß sei, weil wenig auf Pompfenkontakt gespielt werde (und da gewinnt Wendigkeit vor Hebel).
Eine andere Möglichkeit ist, dass der kürzere Stab zu gut sei, da er sich fast wie eine Langpompfe spiele.
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Re: Die Erbsünde verkürzter Stäbe

Beitrag von aWi Awesome » Mi 6. Sep 2017, 12:13

VeganPilgrim hat geschrieben:
Mi 6. Sep 2017, 11:35
und das kommende Kieler Turnier, wenn ich die Aussage "7. Keine Verkürzungen der Pompfenlänge."
In Kiel sind verkürzte Stäbe erlaubt.
Update pompfen check: wenn ihr zum Beispiel mit einem gekürzten Stab spielt, weil ihr den bei geringerer Körpergröße besser führen könnt, ist das natürlich ok!
Ansonsten hatte ich bisher keine Probleme, kürzere Stäbe durch den Pompfencheck zu bringen.

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Max V.
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Re: Die Erbsünde verkürzter Stäbe

Beitrag von Max V. » Mi 6. Sep 2017, 12:22

Danke für die Aufklärung.
"[...] und präsentierte sich ihm mit einem Blick über die Schulter, den man wohl als schalkhaft erwartungsvoll bezeichnen musste."

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Re: Die Erbsünde verkürzter Stäbe

Beitrag von ich » Mi 6. Sep 2017, 12:57

In Wuppertal sind einige "zu kurze" Stäbe durch den Check gekommen, indem wir hinten einfach die fehlende Länge ergänzt haben aus flexiblem Material (Iso und Tape). Das stört dann auch nicht, weil es sich einfach zur Seite biegt. Ob das bei allen zukünftigen Checks auch so funktioniert ist nicht klar, aber sicher einen Versuch wert.
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