Wie sollen die RH (in Zukunft) arbeiten?

Diskussionen um das Regelwerk
Antworten
J.L.M.
Beiträge: 2158
Registriert: Di 24. Jul 2012, 00:49
Stadt: Jena
Team: Zonenkinder
Position: Langpompfe, Qwik
Wohnort: Jena

Wie sollen die RH (in Zukunft) arbeiten?

Beitrag von J.L.M. » So 14. Jul 2019, 22:50

Dieser Thread ist ganz allgemein zu einer Diskussion über die Arbeitsweise der RH gedacht und soll für zukunftsweisende Diskussionen Platz bieten. Manche Sachen wurden schon in anderen, eigenen Threads angesprochen. Ich werde wahrscheinlich nicht die Gelegenheit haben, dieses Thread zu moderieren, würde mich aber freuen, wenn ihr euch über die Zukunft der RH Gedanken macht und die Chance nutzt.

Ein gutes halbes Jahr ist seit meinem "Rücktritt" vergangen und ich hatte Zeit, mir in Ruhe ein paar Gedanken über die Zukunft des Regelwerks zu machen. Natürlich stammt vieles von dem nun Folgenden auch aus Diskussionen mit euch und mit den Regelhütern im Besonderen. Grundsätzlich habe ich keinen Masterplan, doch ein paar Sachen sind mir beim Nachdenken aufgefallen, die man für die zukünftige Arbeit am Regelwerk vielleicht bedenken sollte, damit es weiterhin gut klappt. Vor allem das neue Regelhüter-Team sollte sich die Gedanken zu Herzen nehmen, um sein zukünftiges Arbeiten zu gestalten. Das hier ist natürlich eine offene Liste, und ich habe - wie immer - die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen. Fühlt euch also frei mit Kritik und besseren Vorschlägen.
Der Status-Quo sieht im Augenblick in etwa wie folgt aus: Wir haben ein halbwegs funktionierendes Regelwerk, das einigermaßen die derzeitige Spielpraxis abdeckt. Von nun an werden aller Voraussicht nach nur noch Feinjustierungen kommen. Drei Menschen bearbeiten bislang jährlich ehrenamtlich in der Zeit von Oktober bis März das Regelwerk und halten dabei Rücksprache mit der Community. Dazu zählt die Themenfindung, die Formulierung der Abstimmungsinhalte, das Organisieren der Abstimmung, das Einarbeiten der abgestimmten Inhalte und das Layout des fertigen Textes. Der Workload für die einzelnen Regelhüter*innen schwankt in dieser Zeit zwischen drei Stunden wöchentlich und sechs Stunden täglich.
Wir brauchen m.M.n. ein Team, das sich darum kümmert, das Regelwerk aktuell zu halten und dabei verhindert, dass der Text unzusammenhängend oder unübersichtlich wird. Es müssen mehrere, aber nicht zu viele, Menschen sein, die vor allen Dingen kompetent im Umgang mit Texten sind.
Workload geringer halten
Damit es immer Freiwillige gibt, die diese ehrenamtliche Arbeit leisten können, muss der Workload so sein, dass er neben dem beruflichen Alltag und dem übrigen Leben zu schaffen ist. Da gibt es natürlich verschiedene Ansätze, die – je nachdem – auch miteinander kombiniert werden könnten.

Weniger Tätigkeit im Forum
Sicherlich ist das eine Frage des Geschmacks. Ich bin immer für möglichst viel Transparenz und Teilhabe. Auf der anderen Seite - pessimistisch formuliert - lesen vielleicht zehn Leute die Threads im Regelforum und drei sind vielleicht aktiv bei der Diskussion dabei. Das ist keine Basis, auf der man gut mit einer "Meinung der Community" arbeiten kann. Das Forum ist möglicherweise für das, was wir mit den Abstimmungsthreads erreichen wollen, nicht das geeignete Format. Die paar Interessierten könnte man auch anders und nutzbringender einbinden, indem man sie zum Beispiel als "Experten" für ein bestimmtes Thema mitarbeiten lässt oder an einem "Thementag" gezielt eine offene Regeldiskussion auf einer geeigneten Plattform abhält, oder oder oder... Die Moderation im Forum kostet die Regelhüter jedenfalls viel Zeit und Nerven, und ist u.U. frustrierend, da sich keine brauchbare Meinung zu irgendeinem Thema herausbildet.

Arbeit besser übers Jahr verteilen
Im Augenblick staut sich das Arbeitspensum vor allem in den Monaten von November bis Februar mit einem Peak um Weihnachten/Neujahr herum. Dieser Zeitplan ist dem laufenden Juggerkalender geschuldet. Die Rasen-Saison endet ca. im September, sodass etwa ab November die Beteiligung im Forum wächst. Dann beginnt die Saison wieder ca. im April, sodass etwa im März ein fertiges Regelwerk stehen muss, damit sich die Teams darauf einspielen können. Um das Regelhüter-Team zu entlasten, kann der Workload besser verteilt werden, z.B. indem die erste Sondierung der Themen bereits im September beginnt. Dann ist es natürlich Aufgabe der Regelhüter, sich entsprechend die Zeit einzuteilen und die Community rechtzeitig über Zeitplan und Deadlines zu informieren.

Seltener abstimmen
Bereits mehrfach wurde von eurer Seite der Vorschlag gebracht, den Turnus der Abstimmungen auf zwei Jahre zu setzen. So haben Themen mehr Zeit zur Diskussion und die Regelhüter mehr Zeit, um die Texte zu bearbeiten. Auch für die Erprobung von Themen auf Turnieren wäre mehr Zeit gegeben. Tendenziell ist dies mit dem aktuellen Geschwindigkeit der Regelentwicklung und dem Stand des Regelwerks machbar, allerdings muss bedacht werden, dass, wenn eine Regel sich als "schlecht" erweist, die Community dennoch die Möglichkeit haben muss, noch einmal eine Justierung vorzunehmen. Außerdem darf es nicht dazu führen, dass die Regelhüter im ersten Jahr des zweijährigen Turnus die Arbeit liegen lassen. Zu guter Letzt bedeutet es auch, dass Regelhüter für mindestens zwei Jahre gewählt werden, um eine gewisse Kontinuität in der Arbeitsgruppe zu erhalten.

Regelhüter auf Kernarbeit konzentrieren
Besonders zu Anfang unserer Tätigkeit haben wir uns auf eine Vielzahl an weiteren Projekten gestürzt, wie der Übersetzung der Regeln ins Englische und Spanische, dem Design des Regelwerks, den Leitfäden und der internationalen Zusammenarbeit. Das alles gehört nicht zur Kernarbeit der Regelhüter und raubt Zeit und Kraft. Derartige Projekte sollten nur angegangen werden, wenn die Kapazitäten der Regelhüter ausreichen, und rechtzeitig an andere Personen abgegeben oder beendet werden. Allerdings haben wir dank diesen zusätzlichen Arbeiten eine hohe Popularität des Deutschen Regelwerks und eine bessere internationale Vernetzung erreicht. Die Projekte sind lohnenswert und sollten weiter verfolgt werden.

Das Team erweitern
Mehr Schultern bedeutet weniger Last für den Einzelnen. Aber: Zu viele Köche verderben den Brei, vor allem wenn hauptsächlich per Telefon gearbeitet wird. Bei den Konferenzen hat sich herausgestellt, dass eine besonders effiziente Textarbeit mit bis zu zwei Personen möglich war. Diskussionen über Regeln sind mit bis zu fünf Personen effizient, sofern alle sehr konzentriert und diszipliniert arbeiten. Die Entscheidungsfindung ist zu dritt optimal, vor allem, wenn nur der Konsensentscheid gilt.
Das Regelhüter-Team könnte jedoch um Mitarbeiter ergänzt werden, die sich zum Beispiel auf einen Themenbereich spezialisieren, Diskussionen im Forum leiten, Rechtschreibung und Textsatz korrigieren oder Randprojekte, wie die Übersetzung oder das Layout machen. Dabei muss allerdings klar sein, dass diese Mitarbeiter nicht dieselbe Entscheidungsgewalt wie die Regelhüter haben, dass sie lediglich beraten und unterstützen können. Problem bei der Sache ist natürlich, dass es jetzt schon zu wenige gibt, die am Regelwerk arbeiten wollen, sei es im Forum oder als Regelhüter. Darüber hinaus müssen die neuen Mitarbeiter evtl. erst einmal in der Arbeit der Regelhüter "geschult" werden, damit sie eine wirkliche Stütze für das Regelhüter-Team sein können.

Andere Arbeitsweise einführen
Ganz zu Beginn unserer Zeit als Regelhüter haben wir uns einmal in persona getroffen und ein Wochenende lang gemeinsam gearbeitet. Dieses Arbeiten war sehr intentsiv und auch ertragreich, und könnte ein neuer, vllt. besserer Arbeitsmodus für die Regelhüter sein. Dabei können nicht alle Arbeiten bei einem solchen Treffen erledigt werden, aber zum Beispiel die intensive Regeldiskussion und auch die Arbeit am Text. Vorstellbar wären etwa zwei Treffen in der Zeit von September bis Dezember, da im Januar bereits die Abstimmung stattfinden soll. Dies würde aber auch bedeuten, dass die Arbeit zwischen diesen Treffen sehr drastisch begrenzt werden muss, damit der Aufwand der Arbeitswochenenden sich lohnt.

Themen der Abstimmung eingrenzen
Weniger Abstimmungspunkte bedeutet weniger Workload. Die Abstimmungspunkte könnte man auf verschiedene Arten eingrenzen, z.B. thematisch oder an der Zahl.

An der Zahl begrenzen
Bisher haben die Regelhüter nur intern die Abstimmungspunkte begrenzt. Hier könnte man sich aber auch offiziell auf einen Standard einigen und so die Regelhüter ermuntern, sich nicht so viel aufzuladen. Nach dem, was ich an Arbeitsaufwand bei den Regelhütern erlebt habe, schätze ich eine Zahl von maximal fünf Abstimmungspunkten als realistisch ein. Der Arbeitsaufwand pro Abstimmungspunkt variiert natürlich, je nachdem wie viel Text involviert ist und wie einfach die textliche Lösung ist. Man sollte es den Regelhütern überlassen, den Aufwand einzuschätzen und ggf. mehr oder weniger Abstimmungspunkte in die Abstimmung aufzunehmen.

Thematisch begrenzen
Dies ist mein persönlicher Favorit. Eine thematische Begrenzung würde bedeuten, dass ein größeres Unterkapitel herangezogen wird, wie z.B. Kapitel 1.4 oder "Inaktive Feldspieler" und nur dieses Kapitel intensiv überarbeitet wird. Der Vorteil läge darin, dass sich die Regelhüter nur in einen einzigen Textblock einarbeiten müssen, dass dieser Textblock vollständig redigiert wird und so der Regeltext dauerhaft stimmig und schlank bleibt. Man müsste natürlich in Absprache mit der Community den "dringendsten" Textblock bestimmen, und natürlich können dann in dem Jahr nur in Ausnahmefällen weitere Textstücke bearbeitet werden. Die Chance besteht jedoch, dass in der intensiven Auseinandersetzung auch schwierige Regelfälle, wie etwa das Verhalten als Inaktiver Feldspieler, das Doppel oder das Verhalten bei der Wicklung einer Kette intensiv durchdacht und gestaltet werden können.

Themen von der Community wählen lassen
Dies ist lediglich eine Maßnhame zur Frustvermeiung. Am Ende der Abstimmung eines Jahres könnte man von den Teams Vorschläge für die Themen des kommenden Jahres einholen, oder auf eine andere Weise einen Vorentscheid fällen, welche Themen bearbeitet werden sollen. So wissen alle Teams während der Saison bereits, welche Themen dieses Jahr relevant sind und es kann sich niemand mehr beschweren, dass die RH alleine bestimmen, welche Themen bearbeitet werden sollen. Außerdem ist diese Art und Weise besser geeignet als das Forum, um den "Willen der Community" festzustellen.

Aufwandsentschädigung
Viele Jugger – zum Beispiel auch ich – wären bereit, sich (mehr) für die Community zu engagieren, wenn es eine Aufwandsentschädigung gäbe. Würde man mir zum Beispiel dafür ein Grundeinkommen bzw. das Gehalt eines Minijobs geben, würde ich mit Freude ganz viel Vereinsarbeit für die Community machen, die ich jetzt nicht leisten kann, da ich neben Familie und Freizeit auch noch Geld verdienen muss. Dafür bräuchte man allerdings einen Verband, in den die Mitglieder der Community einzahlen. Denkt an mich, sobald ihr den Verband gründet! Ich lasse mich sehr gerne als Mädchen für Alles einstellen. ;)

Was wäre mein persönlicher Favorit? Ich könnte mir all das vorstellen, auch in Kombination. Wichtig ist vor allen Dingen, dass das neue Regelhüter-Team einen Kompromiss findet zwischen einem machbaren Workload und dem notwendigen Ergebnis, damit wir ständig ein funktionierendes Regelwerk haben.
"Nicht Stäbe pompfen Menschen ab, sondern Menschen pompfen Menschen ab." (Max V.)

Benutzeravatar
Gnom
Beiträge: 1420
Registriert: So 5. Jun 2011, 23:43
Stadt: Berlin
Team: Falco Jugger
Position: Trainer, Gurt

Re: Wie sollen die RH (in Zukunft) arbeiten?

Beitrag von Gnom » Do 18. Jul 2019, 14:08

Sehr gut zusammengefasst!

Ich möchte mich bei den meisten Themen erst einmal zurückhalten , um nicht die Meinung aus der Community vorzugreifen. Dennoch zwei Anmerkungen ;).

Feedbacksheet|Communityauftrag
Zu Saisonende kann man bei allen wahlberechtigten Teams Themen und Anregungen einholen, welche als Arbeitsgrundlage für die kommende Regelwahl gilt und gibt Übersicht welche Themen die Teams für wichtig für die Regelentwicklung erachten/was bearbeitet werden sollte. Ebenso können so Regelvorschläge zentral gesammelt werden. Die Teams geben also ihren Auftrag an die RH, an welchen diese sich für ihre Arbeit orientieren können.

Aufwandsentschädigung fände ich für diese Arbeit absolut angebracht und würde es jemand ermöglichen sich wirklich Gründlich um die Spielernahe Entwicklung des RW zu kümmern. Nicht entschädigte ehrenamtliche Tätige können so weiter Zuarbeit leisten und es könnten eine dauerhaft gute Qualität gewährleistet werden. Übungsleiter bekommen im Jugger vielerorts auch bereits eine Aufwandsentschädigung. Es wäre (dringend benötigte) Verbandsarbeit ohne Verband.

Grüße,
Felix

Benutzeravatar
Pit
Beiträge: 1501
Registriert: Fr 29. Apr 2011, 21:04
Stadt: Freiburg
Team: Gossenhauer
Position: Hintermann

Re: Wie sollen die RH (in Zukunft) arbeiten?

Beitrag von Pit » Di 13. Aug 2019, 14:10

Sorry mal stellvertretend an die RH, dass hier länger nichts kam. Ich glaube Menschen haben diskutiert, aber es ist doch ein recht großes und komplexes Thema, zu dem man nicht mal schnell unüberlegt eine Antwort ins Forum tippselt.
Jäns und ich arbeiten gerade an einem Vorschlag für die zukünftige Regelfindung und Arbeit der Regelhüter, den wir voraussichtlich nächste Woche veröffentlichen werden. Dann wird die Diskussion hoffentlich wieder ein bisschen belebter ;)

Edit: ist raus - im neuen Thread bitte nur Feedback zum System, Diskussion über zukünftige Arbeit der RH hier.
Uns interessiert auch die Meinung und Erfahrung der aktuellen RH.

Felix2.0
Beiträge: 105
Registriert: Mi 2. Mär 2016, 19:12
Stadt: Halle
Team: Anima Equorum
Position: Langpompfe, Läufer, Stab, Trainer

Re: Wie sollen die RH (in Zukunft) arbeiten?

Beitrag von Felix2.0 » Do 22. Aug 2019, 16:18

Als Erstes einen großen Dank an die Regelhüter für ihr ehrenamtliches Engagement!
Es ist viel Arbeit welche nicht immer sichtbar ist sondern eher im Hintergrund stattfindet!
Da ich selbst ehrenamtlich tätig bin kann ich die Anstrengungen sehr gut nachvollziehen und respektiere die Leistung welche für die Gemeinschaft daraus hervorgeht.

Ich habe mich wie wahrscheinlich die meisten User dieses Forum davor gescheut ein Statement abzugeben welches dem vollen Umfang von Johannes Post gerecht wird, somit beziehe ich kurz zu jedem Punkt Stellung.

Ich stimme den Großteil ihrer Aussagen zu und kann leider nicht mit einer so intensiv erarbeiteten und umfangreichen Lösung aller Probleme aufwarten wie es Jäns und Pit gemacht haben.


Workload geringer halten:

Bin ich definitiv dafür!
Mein Vorschlag wäre zum Beispiel das Layout des Regelwerkes stark zu vereinfachen. Eine normale PDF Datei ohne Bilder und besonderen Formatierungen würde doch als Regelwerk ausreichen.

Weniger Tätigkeit im Forum:

Das Forum hält gerne eine lange Sommerpause und entsprechend ist der Workflow zumeißt in den kalten Jahreszeiten.
Meiner Meinung nach muss das Forum erhalten bleiben da es die Grundlage für jeden bietet sich auch außerhalb einer Clique bzw. geschlossenen Gruppe Gehör zu verschaffen.
Sonst enden wir noch wie beim Fussball….
Pits und Jäns ihr Vorschlag wäre hierfür ein interessanter Hybrid.

Arbeit besser übers Jahr verteilen:

Siehe Jäns und Pit

Seltener abstimmen:

2 oder 3 Jahre dürften doch auch ok sein.

Regelhüter auf Kernarbeit konzentrieren

Schwierig könnte wohl mit mehr Mitarbeit gelöst werden, sofern sich jemand findet ;)
Doch sollte man sich nun doch auf die Kernarbeit konzentrieren.

Das Team erweitern:

Siehe Pit Jääänsss, sofern Interesse besteht. Ich wäre dabei.

Andere Arbeitsweise einführen:

Wäre nun wieder ein Thema des Workloads aber auch der Möglichkeiten der RH sich an einen bestimmten Ort für eine längere Zeit zu treffen.
Vereinsarbeit funktioniert ähnlich. Leider ist es keine Projektarbeit wie in einer Firma, deshalb könnte man auch da vielleicht Discord verwenden.
Siehe Pit und Jöns

Themen der Abstimmung eingrenzen:

Wurde nach meiner Ansicht bisher schon recht deutlich getan ;)

An der Zahl begrenzen:

Gerne wenn es hilft.

Themen von der Community wählen lassen und begrenzen:

Wäre eine Möglichkeit wirklich ein Kapital sauber und final fertigzustellen.
Die Vorwahl wäre ein demokratischer Ansatz der in Ordnung wäre, natürlich wären dann immer noch die irrationalen Blöcke vorhanden, welche eher Politik über Regeln betreiben wollen aber ok.

Aufwandsentschädigung:

Das ist der einzige Punkt wo ich klar kritisch gegenüber stehe.
Wir besitzen noch nicht die notwendige Infrastruktur um eine unabhängige Auszahlung von Geldern zu gewährleisten. Dies wäre ausschließlich über eine national umspannende Verbandsstruktur möglich (eine lokale Struktur reicht nicht aus)!
Der Lobbyismus durch die zahlende Partei, zum Beispiel x viele Vereine wäre nun Tür und Tor geöffnet und leider hat die Vergangenheit und Gegenwart immer gezeigt das dies nicht gut ausgeht!

Vielleicht meint Gnom (Felix) auch eine andere Art der Verbandsarbeit ohne Verband.

Ich halte hier ein Eingreifen in den von Johanna vorangegangen Punkten für sinnvoller.

Letztlich kann ich mit Erleichterung feststellen, dass auf Turnieren nur noch wenig Unklarheit existiert.
Die häufigsten Unregelmäßigkeiten gibt es m.M.n. bei der Pompfenkontrolle, dem Doppel!, den Schiedsrichterentscheidungen (sehr schwieriges Thema), Kopftreffer und riskante Spielweise (Verletzungen in Kauf nehmen) und das Entwickeln der Pompfe bzw. das Verhalten bei einer Wicklung.

Hehe, dass sind schon einige Themen welche womöglich nicht innerhalb einer Wahlperiode gelöst werden können aber nach meiner Turniererfahrung der letzten 7 Jahre am relevantesten erscheinen.

Benutzeravatar
Max V.
Beiträge: 157
Registriert: Fr 1. Mai 2015, 09:40
Stadt: Paderborn
Team: Peters Pawns
Position: Bauer

Re: Wie sollen die RH (in Zukunft) arbeiten?

Beitrag von Max V. » Mo 26. Aug 2019, 13:59

Felix2.0 hat geschrieben:
Do 22. Aug 2019, 16:18
Wir besitzen noch nicht die notwendige Infrastruktur um eine unabhängige Auszahlung von Geldern zu gewährleisten. Dies wäre ausschließlich über eine national umspannende Verbandsstruktur möglich (eine lokale Struktur reicht nicht aus)!
Der Lobbyismus durch die zahlende Partei, zum Beispiel x viele Vereine wäre nun Tür und Tor geöffnet und leider hat die Vergangenheit und Gegenwart immer gezeigt das dies nicht gut ausgeht!
Welche Vergangenheit und Gegenwart meinst du? Mir sind derartige Fälle im Jugger nicht bekannt. Dass das Risiko von Korruption und Misswirtschaft nur entstehen kann wenn Geld im Spiel ist ist nachvollziehbar. Aber man kann das durch aus mit dem Wert abwägen den eine Entschädigung bringen könnte.
Auch bisher gibt es kein System dass verhindert dem Regelhütern ein paar Euro zuzustecken, um die eigenen Interessen zu fördern außer deren Integrität. Eine Verbands oder Vereinsstrucktur ist bekannterweise auh kein Allheilmittel, vielleicht fördert ein Apparat derartiges Verhalten sogar.

Zur Lösung vielleicht könnte man alle Einnahmen anonymisieren, vielleicht gibt es System die das können. Oder man macht eine Betragsgrenze nach oben, dass niemand mehr Geld auf den Tisch knallen kann als andere.
"[...] und präsentierte sich ihm mit einem Blick über die Schulter, den man wohl als schalkhaft erwartungsvoll bezeichnen musste."

Felix2.0
Beiträge: 105
Registriert: Mi 2. Mär 2016, 19:12
Stadt: Halle
Team: Anima Equorum
Position: Langpompfe, Läufer, Stab, Trainer

Re: Wie sollen die RH (in Zukunft) arbeiten?

Beitrag von Felix2.0 » Mo 26. Aug 2019, 15:14

Max V. hat geschrieben:
Mo 26. Aug 2019, 13:59
Der Lobbyismus durch die zahlende Partei, zum Beispiel x viele Vereine wäre nun Tür und Tor geöffnet und leider hat die Vergangenheit und Gegenwart immer gezeigt das dies nicht gut ausgeht!
Irgendwie finde ich gerade nicht die Passage wo ich den Juggersport bei diesen Satz eingebunden habe.

Eine Verbandsstruktur hat seine Vor und Nachteile und ist n.m.M erstmal Zukunftsmusik.

@Max:
Was hältst Du von Johannas anderen Vorschlägen?
Die Diskussion könnte ja mal an Fahrt gewinnen ;)

Benutzeravatar
Max V.
Beiträge: 157
Registriert: Fr 1. Mai 2015, 09:40
Stadt: Paderborn
Team: Peters Pawns
Position: Bauer

Re: Wie sollen die RH (in Zukunft) arbeiten?

Beitrag von Max V. » Mo 26. Aug 2019, 16:40

Deswegen habe ich ja nachgefragt ;)

Von den Vorschlägen halte ich ne Menge, ich habe nur nicht die Zeit das auszuformulieren. Sobald Luft ist kommt da was, aber die Jugger Energie fließt gerade in andere Kanäle.
"[...] und präsentierte sich ihm mit einem Blick über die Schulter, den man wohl als schalkhaft erwartungsvoll bezeichnen musste."

Felix2.0
Beiträge: 105
Registriert: Mi 2. Mär 2016, 19:12
Stadt: Halle
Team: Anima Equorum
Position: Langpompfe, Läufer, Stab, Trainer

Re: Wie sollen die RH (in Zukunft) arbeiten?

Beitrag von Felix2.0 » Mo 26. Aug 2019, 17:09

Felix2.0 hat geschrieben:
Do 22. Aug 2019, 16:18
Zur Lösung vielleicht könnte man alle Einnahmen anonymisieren, vielleicht gibt es System die das können. Oder man macht eine Betragsgrenze nach oben, dass niemand mehr Geld auf den Tisch knallen kann als andere.
Das wäre zumindest eine erste sinnvolle Idee um Aufwendungen zu würdigen. Umsetzung bedarf natürlich wieder einiges an Engagement.

Antworten

Zurück zu „Regeln“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste